„Ganz Europa blickt auf Kamen“

Kamen. Die Woche der Helden hat begonnen. Professor Karl-Heinz Petzinka begleite als Vertreter von Ruhr 2010 die Eröffnung. „Ganz Europa blickt nun auf Kamen“ , erklärte er mit einem Zwinkern.

Bürgermeister Hermann Hupe eröffnete das Kamener Local-Heroes Projekt am Sonntag zweifach. In der Paulus-Kirche bestieg er die Kanzel und predigte. Die Heilung des Gelähmten war als Thema vorgegeben. Hupe deutete sie weniger theologisch als gesellschaftspolitisch mit dem Aufruf, Verantwortung zu übernehmen.

Der offizielle Start folgte auf dem Alten Markt, begleitet von den besten Wünschen des Lünener Kulturdezernenten, Horst Müller-Baß. Die Stadt Lünen reichte sinnbildlich den Heroes-Staffelstab an Kamen weiter. Er sei begeistert gewesen davon, was die Local-Heroes-Woche in seiner Stadt bewirkt habe. „Ein solches Projekt wird von unten getragen“, betonte der Kulturdezernent der Nachbarstadt.

Auch in Kamen können sich die Kunst-Interessierten auf ein vielfältiges Programm freuen. Am Vorabend der Eröffnung schon stimmte der Oratorienchor mit einer Aufführung von „Carmina Burana“ auf die Woche voller Kunst und Kultur ein, gestern ging es direkt mit dem Kamener „Kunstsonntag“ weiter (Bericht auf Seite Kamen 2).

„Das Projekt Local-Heroes wird genau von diesem Wir-Gefühl mitgetragen“, betonte Professor Karl-Heinz Petzinka. „Die kulturelle Eigenkraft der Stadt ist ein Schwerpunkt des Projekts Ruhr 2010“ , findet auch Hermann Hupe. Einfach gesagt: Jeder der möchte, kann mitmachen. Wie gut das funktioniert sehe man an der regen Teilnahme von Vereinen und Verbänden.

Die Stadt präsentiere sich in ihrer gesamten kulturellen Bandbreite. „Es ist die Vielfältigkeit, die diese Woche interessant macht“, ist der Bürgermeister überzeugt. „Kunst vor Ort zu sehen, das ist eigentlich das Highlight der Local-Heroes-Woche“ erklärt auch Petra Eckardt, Vorsitzende des Künstlerbundes „Schieferturm“, der den Kunstsonntag organisierte.

„Das Projekt ermöglicht es uns Netzwerke zu stärken und auch den Blick für Kunst über die Stadtgrenzen hinaus zu öffnen“, so Petra Eckardt weiter. Allerdings bleibe dabei die lokale Identität im Vordergrund.