Hupe unterschrieb Charta gegen Kinderarbeit

Kamen. Eigentlich unterschrieb Bürgermeister Hermann Hupe nur einen Verhaltenskodex, der ohnehin schon gilt in der Stadt. Die Magna Charta 2010 unterstreicht die Verpflichtung Kamens, auch indirekt keine Kinderarbeit zu fördern.

Kamen ist die 47. Kommune, die sich dieser Bewegung angeschlossen hat. Alle 53 Kommunen der Kulturhauptstadt 2010 und beteiligte Kreise sollen am Ende unterschreiben. Der Kreis Unna und alle seine Städte und Gemeinden haben diesen Schritt schon vollzogen.

Ein Netzwerk von Gruppen, die sich gegen Kinderarbeit und für fairen Handel und soziale Gerechtigkeit einsetzen hat die Charta zum Kulturhauptstadtjahr entwickelt. Es gebe auch eine Wertekultur, so Marcos A. da Costa Melo für das Netzwerk. Mitstreiter Günter Schulz sieht in der Verpflichtung von Kommunen, bei der Beschaffung von Gütern alle Produkte auszuschließen, die mit Kinderarbeit hergestellt werden, einen wichtigen Schritt.

Der Rat der Stadt hatte zuvor bereits beschlossen, die Charta zu unterstützen. Hermann Hupe erinnerte bei der Unterzeichnung daran, dass dieses Thema für Kamen nicht neu sei. Bei der Neugestaltung der Innenstadt wurden Steine aus Indien deshalb nicht verwendet, für die gewählte Produktionsstätte in China stellten Stadtexperten vor Ort sicher, dass es dort keine Kinderarbeit gab.