Hoffnung für Hülpert-Areal

Kamen. Frustration in Sachen Hertie-Kaufhaus, neue Hoffnung für das Hülpert-Gelände südlich des Karrees: Kleine Schritte statt großer Würfe, damit müsse man in Sachen Wirtschaftsförderung derzeit leben, so Bürgermeister Hermann Hupe.

Im Gespräch mit unserer Zeitung räumt Hupe Enttäuschung über fehlende Fortschritte beim leer stehenden Hertie-Gebäude ein. Mancher von Expertenseite genannte Termin sei inzwischen verstrichen. Auch er könne sich die Hängepartie nicht erklären. alle Konzepte seien fertig, das Gesamtpaket folge dem erklärten Willen des Eigentümers Dawnay Day. Zur Frage, warum es nicht weiter gehe, gebe es keine Antworten. Ursprüngliche Hoffnung darauf, dass die Gebäudesanierung noch in der ersten Hälfte 2011 starten würden, seien kaum noch zu halten.

Auf dem Hülpert-Gelände südlich des neuen Ikea-Hauses aber könnte es 2011 echte Fortschritte geben. „Diesmal haben wir nicht einfach nur bunte Bilder auf dem Tisch, sondern konkrete Maßnahmen in der richtigen Abfolge“, betont Hermann Hupe. Eine neue Projektgesellschaft mit enger Nähe zum Flächeneigentümer Hülpert sei hier jetzt unterwegs.

Voraussetzung einer neuen Vermarktung bleibe die Ertüchtigung der Erschließung, die noch mit Blick auf Autoparkplanungen in Hülpertregie gebaut wurde. „Hier sind Aufträge erteilt“, so Hupe. Es gebe Konsens darüber, dass es bei Parzellierung der Fläche und Einzelvermarktung Sinn machen würde, Wege und Kanäle in öffentlichen Besitz zu überführen. Dafür aber müsse die gesamte Fläche angebunden sein und die Qualität mit der Stadt abgestimmt sein. Auf die Stadt dürften auf diesem Weg keine Kosten zukommen.

Parallel zu Fortschritten in dieser Frage würden Vermarktungsgespräche mit Interessenten geführt, so der Bürgermeister. „Die Zusammenarbeit ist gut, es geht in die richtige Richtung“, ist Hupe überzeugt. Er sehe seit Jahren erstmals eine echte Perspektive, diese Fläche mit gewerblichem Leben zu füllen.