HeLiNet plant Kooperation

Kamen. Immer mehr verdichten sich die Anzeichen für eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Kommunikationsunternehmen HeLiNet und NetCologne.

Noch im Laufe dieses Monats werden Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates von HeLiNet das Kölner Unternehmen besuchen, um sich dort persönlich einen Eindruck zu verschaffen.

Mitarbeiter von NetCologne sind seit Wochen in Hamm vor Ort, um Strukturen und Rahmendaten zu analysieren und Felder einer künftigen Kooperation auszuloten.

Das bestätigten gestern übereinstimmend der Pressesprecher von HeLiNet, Martin Köster, und der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Walter Oppenheim.

NetCologne ist erster Ansprechpartner

Oppenheim äußerte sich auch zum weiteren Vorgehen. Er rechne gegen Ende des Monats mit einem Vorschlag („Sie können das auch Angebot nennen!“) von NetCologne.

Darüber werde dann in der nächsten Gesellschafterversammlung im Februar beraten. „NetCologne ist unser erster Ansprechpartner für eine angestrebte Kooperation“, betonte Oppenheim. Ziel sei es, den HeLiNet-Standort für die Lippe-Region zu erhalten und den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes voranzutreiben.

Die HeLiNet hat nach aktuellen Angaben derzeit 36 200 Kundenanschlüsse (Internet, Telefon, Fernsehen) und verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Derzeit sind 85 Mitarbeiter dort beschäftigt.

Angesichts der fallenden Marktpreise für die Kunden einerseits und angesichts der enormen Investitionskosten in die Technik andererseits, wäre es für die HeLiNet auf Dauer aber schwierig, sich am hart umkämpften Kommunikationsmarkt ohne große Partner zu behaupten.

NetCologne wollte sich bisher nicht zum Sondierungs- und Verhandlungsstand äußern. „Wir geben darüber zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft“, sagte Pressesprecherin Judith Schmitz. Ganz anders Walter Oppenheim, der, bezogen auf eine künftige Zusammenarbeit, von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ ausgeht.