Landrat sieht kaum Chancen für Umbenennung

Kreis Unna. Eins hat die Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Lünen“ zumindest erreicht mit ihrer Forderung, den Kreis Unna umzubenennen: jede Menge öffentliche Aufmerksamkeit, zuletzt sogar im Fernsehen bei der „Lokalzeit Dortmund“ des WDR am Mittwochabend. Deren Moderatoren hatten die Zuschauer aufgefordert, Alternativnamen für den östlichen „Kragenkreis“ zuzuschicken.

Bei nächster Gelegenheit will Landrat Michael Makiolla dieses Thema mit den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen diskutieren. Dabei ahnt er, dass dies fruchtlos sein wird. „Es wird keinen Alternativnamen geben, auf den sich eine breite Mehrheit einigen kann“, erklärte Makiolla gegenüber der Redaktion.

Dabei erinnerte er daran, dass er selbst vor vier Jahren angeregt hatte, über einen anderen Namen für den Kreis Unna, etwa „Ruhr-Lippe-Kreis“ nachzudenken. Damals sei das Interesse an solch einer Debatte sehr gering gewesen. Ein Grund sei sicherlich, dass Städte wie Kamen oder Unna gar nicht an diesen Flüssen lägen.

Der Landrat glaubt nicht daran, dass ein konsensfähiger Name gefunden werden kann. Zudem sollte die Bedeutung einer solchen Namensdiskussion nicht überbewertet werden. Zudem dürfe sie nicht von den eigentlichen Problemen des Kreises ablenken. Dies sei die „die strukturelle Unterfinanzierung des Kreises und all seiner Städte und Gemeinden.“ Makiolla wörtlich: „Wir haben große Schwierigkeiten, die uns vom Bund und Land aufgetragenen gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen und die öffentliche Infrastruktur in einem ausreichendem Zustand zu erhalten.“