Hochstraße bleibt im Dunklen

Kamen. In den Morgenstunden leuchten sie noch, die Laternen an der Hochstraße, am Abend aber bleibt es heute dort erstmals dunkel. Die Stadt prüft einen Monat lang, ob es nicht ganz ohne Zusatzlicht geht.

Irgendwelche Sicherheitsrisiken gebe es dabei nicht, betont Stadtdezernent Uwe Liedtke. Landes- oder Bundesstraßen, soweit sie nicht direkt bebaut sind, würden üblicher Weise nicht beleuchtet.

Im Fall der Hochstraße aber hatte die Stadt in den 70er Jahren hier Licht gewollt – womöglich eher aus städtebaulichen Gründen, als wegen irgendwelcher Sicherheitsbedenken. Die Kosten für die Laternen trägt auch nicht das Land, sondern die Stadt.

Reaktionen gehen in Entscheidung ein

Vom Ergebnis der Probephase macht die Stadtverwaltung abhängig, ob man das Licht überhaupt wieder einschaltet. „Wir müssen die städtebauliche Wirkung beachten“, erläutert Uwe Liedtke. Reaktionen auf die künftigen dunklen Nächte auf der Hochstraße werde man auswerten. Auch die politischen Gremien sollen in die abschließende Entscheidung eingebunden werden. Fest steht: Die großen Kreuzungen an der Einmündung der Lünener Straße und am Gewerbegebiet Zollpost bleiben beleuchtet, auch Haltestellen an der Hochstraße werde man nicht ins Dunkel versinken lassen, so Liedtke.

Für die Stadt geht es nicht allein um Stromkosten sowie den Wartungsaufwand. Die Gemeinschaftsstadtwerke GSW, die diese Wartung im Stadtauftrag erledigen, haben darauf hingewiesen, dass eine Erneuerung der Laternen anstünde – womöglich samt Umstellung auf moderne Lichttechnik mit geringerem Energieaufwand.

Sowohl ein Abbau der Laternen als auch eine Erneuerung ließen sich außerdem einpassen in die anstehende Sanierung der Straße durch den Landesstraßenbaubetrieb.

Daher sei der Zeitpunkt einfach da für eine Entscheidung pro oder contra Hochstraßenbeleuchtung, erläutert Liedtke.

Sollte man am Ende auf Beibehaltung der Laternen entscheiden, dann würden die GSW die Mittel für eine Erneuerung aufbringen, die Stadt würde auch weiterhin Stromkosten und Wartung bezahlen.