Lünener Straße nachts nur noch mit Tempo 30

Kamen. „Wir haben jetzt einen Bebauungsplan nach unseren Wünschen!“ Zufrieden stellte Manfred Hülshof von der Bürgerinitiative Umweltschutz Kamen fest, dass im Zusammenhang mit dem geplanten Logistikpark an der B 61 die lange geforderten Maßnahmen erfüllt werden sollen.

Mit anderen Worten, das Wäldchen bleibt und wird mit Eichen und Heimbuchen aufgeforstet – das hat die Stadt Bergkamen fest zugesagt –, der alte Weg, der in den kommenden Monaten als Baustraße herhalten muss, wird wieder hergestellt und bepflanzt, der Mutterboden wird ab – und auf den gewünschten Grünflächen wieder aufgetragen. Und: Lkw, die das Gelände verlassen, dürfen nur rechts in Richtung Autobahn abbiegen.

Die Arbeiten zum ersten Bauabschnitt des Logistikparks werden in der kommenden Woche, am 25. Mai, beginnen. In etwa zwei Wochen wird der Zuweg, der als Baustraße dienen soll, dicht gemacht. „Das ist auch ganz vernünftig“, meinte Hülshof, alles andere sei zu gefährlich.

Froh zeigte sich das Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative nach Gesprächen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft außerdem darüber, dass zunächst offensichtlich nur ein Teil des Logistikparks ausgebaut wird: „Ich habe die Hoffnung, dass es im oberen Teil des Parks niemals eine Bebauung geben wird, weil die Stadt Bergkamen keinen Investor gefunden hat.“

Auch die Vorschläge, die Bürgermeister Hermann Hupe für die Anwohner der Lünener Straße bereit hielt, stießen auf Zustimmung: Für mehr Sicherheit, Nachtruhe und Luft, die etwas weniger belastet ist. Nur noch Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr auf der Lünener Straße, Randstreifen und freie Gehwege für Radler sowie zwei Querungshilfen zur Einmündung „Zum Streb“ und zur „Lüner Höhe“ sind auf der viel befahrenen Straße geplant.

Maßnahmen, die im Rahmen der gemessenen Stickstoffbelastungen in diesem Bereich nach Ansicht der Stadt erforderlich sind. Denn die waren grenzwertig. Da die Bezirksregierung in Arnsberg aber die Erstellung eines Luftreinhalteplans ablehnte, hat die Stadt auf eigene Kosten Werte von einer Fachfirma erstellen lassen.

Ergebnisse liegen jetzt vor und werden in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses vorgestellt. „Ich kann jetzt schon sagen, dass die Werte für Stickstoff – und Feinstaubbelastung größtenteils unkritisch sind, allerdings werden die Grenzwerte im Bereich der östlichen Lünener Straße und der Weststraße auch nur knapp unterschritten,“ erklärte Hupe.