Neues Lagergebäude für 750 Tonnen Salz

Kamen. Die Stadt will nach den beiden vergangenen harten Wintern die eigene Bevorratung mit Streusalz verbessern. Zu diesem Zweck plant sie die Errichtung einer Salzlagerhalle auf dem Gelände der Servicebetriebe.

Bisher verfügt die Stadt nur über ein Salzsilo mit einem Fassungsvermögen von 180 Tonnen. Bei einem Bedarf von 10 bis 40 Tonnen je Einsatz schmolzen die Vorräte in den beiden letzten kalten und schneereichen Wintern wie Butter an der Sonne. Hinzu kam, dass Salzlieferanten wegen der erhöhten bundesweiten Nachfrage ihre Verträge nicht einhalten konnten, weil Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien der Länder bevorzugt beliefert wurden. Das führte dazu, dass über Wochen keine Salzlieferungen im Ort ankamen.

Um den innerstädtischen Winterdienst sicher zu stellen, will die Verwaltung nun in unmittelbarer Nähe zum vorhandene Salzsilo eine zwölf Meter breite, 15 Meter lange und 10 Meter hohe Salzhalle mit Lagermöglichkeiten für 750 Tonnen Salz in Holzbauweise errichten. In den letzten beiden Jahren lag der Streusalzverbrauch in Kamen bei jeweils circa 600 Tonnen.

Zur Finanzierung will die Stadt die in der Dringlichkeitsliste vorgesehenen Mittel für den Ankauf einer neuen Straßenreinigungsmaschine in Höhe von 140 000 € verwenden. Die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges, so heißt es in der Begründung, könne aufgrund des technischen Zustandes noch um ein Jahr geschoben werden. Die geplante Investition soll der Rat in seiner Sitzung in der kommenden Woche genehmigen.