Aus einer alten Backform wird ein Roboter

Kamen. Leere Joghurtbecher, Milchtüten und Plastikverpackungen gehören in den Müll – eigentlich. Doch genau dort haben die Kinder der „kreativen Woche“ gestöbert und allerhand Rohmaterial für ihre kleinen und großen Kunstwerke entdeckt, die sie am Samstag stolz im Haus der Stadtgeschichte präsentierten.

Ideenreichtum ohne Grenzen

„Kunst aus Müll“ war das Motto, nach dem 32 Kinder ihrer Fantasie freien Lauf ließen und das Stadtmuseum für eine Woche in eine Kunstwerkstatt verwandelten. Mit dem, was sonst höchstens noch den Weg in die Mülltonne gefunden hätte, bastelten und werkelten die Kinder zwischen sechs und zehn unter fachmännischer Anleitung der Künstler Dietrich Worbs und Wolfgang Pikulik. „Die Kinder sollten zu Beginn eine Idee entwickeln und die dann später umsetzen“, erklärt Wolfgang Pikulik. Dabei waren dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt. Da wurde aus einer alten Backform und ein paar Stücken Metall plötzlich ein Roboter, zwei Keksdosen wurden zum stolzen Schwan und ein alter Duschschlauch verwandelte sich mit ein wenig Kleber und viel Geschick in den „Käselochbeißer“. „Die Kinder waren lebendig und lustig“, erzählt Wolfgang Pikulik. Ihm sei es bei der Aktion wichtig gewesen, das Miteinander zu schulen. Untereinander zu tauschen, wenn mal ein Teil fehlte oder sich zu helfen, einen fairen Umgang mit anderen, das sollten die Kinder lernen. Das Thema „Müll“ bildete dabei den Rahmen. „Dieses Thema begegnet uns im Alltag ständig“, so Pikulik. Oft landen Abfälle achtlos in der Mülltonne. „Die Frage war, was kann man aus Müll noch alles machen?“, erklärt Wolfgang Pikulik. Das Ergebnis dieser kreativen Arbeit präsentierten die kleinen Künstler am Samstag im Haus der Stadtgeschichte und erhielten eine Urkunde. Organisiert wurde die „Kreative Woche“ vom Lions-Club und der Stadt.