Zeitreise in das 19. Jahrhundert

Kamen. Kamener Baudenkmale werden am 11. September 2011 vorgestellt. An diesem Sonntag findet europaweit der 13. Tag des offenen Denkmals statt. Er steht unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert.“

Damit widmet sich der Denkmaltag einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epochen der Bau- und Kulturgeschichte.

Im Zuge einer Rückbesinnung auf die Formensprache der Vergangenheit wurden neue Baustile (Klassizismus, Neogotik, Neobarock, Historismus) entwickelt, die auch in der städtebaulichen Entwicklung Kamens ihre Spuren hinterlassen haben.

In Kamen-Mitte lädt Ortsheimatpflegerin Edith Sujatta zu einer Zeitreise ein, bei der zahlreiche Baudenkmale aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt werden. Die Palette reicht von der Pauluskirche, über zahlreiche Bürgervillen bis hin zum Bahnhofsgebäude. Auch das Baudenkmal „ Fabrikantenvilla Lechleitner“ an der Borsigstraße steht auf dem Programm. Die Ortsheimatpflegerin wird dabei auch manche Episode aus dem Leben der damaligen Stadtbürger ansprechen. Der Rundgang beginnt um 15 Uhr am alten Rathaus, Markt 1.

In Heeren-Werve steht das Alte Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde im Mittelpunkt des Denkmaltages. Das klassizistische Gebäude wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. In dem Haus residierten die Heerener Pfarrer, von Karl Klingelhöller (1826) bis zu Heinz-Georg Weber (1956). Es wurde im repräsentativen Stil als Altersruhesitz von der Familie von Plettenberg errichtet.

Als es 1826 für den Heerener Pfarrer fertiggestellt wurde, notierte der Dorfchronist: „Die Gemeinde besitzt nun eins der schönsten und angenehmsten Pastorathshäuser in hiesiger Gegend.“

Zur Außen- und Innenbesichtigung lädt Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß die interessierten Bürger ein.

Treffpunkt ist um 11 Uhr am ev.angelischen Gemeindezentrum, Mittelstraße 66.