Minus von 2,6 Millionen Euro

Kamen/Hamm. Der Telekommunikationsanbieter Helinet hat das zurückliegende Geschäftsjahr 2010 mit einem Minus von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Dennoch bewerteten die Gesellschafter die Zukunft des Unternehmens positiv, wie der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Walter Oppenheim, im Anschluss an die Versammlung des Gremiums am Mittwoch dieser Woche mitteilte: „Wir sehen gute Chancen, das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich in die Zukunft zu führen“.

2009 hatte der Verlust noch 276 000 Euro betragen. Nach Informationen unserer Zeitung resultieren die Verluste aus 2010 weniger aus dem operativen Geschäft. Die Zahlen spiegeln vielmehr das Ergebnis des im Herbst letzten Jahres eingeleiteten Restrukturierungskonzeptes.

Neubewertung von Anlagevermögen und bilanzielle Abschreibungen schlagen sich in dem Jahresbericht 2010 nieder. An den Verlusten werden im Übrigen auch die Stadtwerke Lünen beteiligt, die als Gesellschafter zum Jahresende bei Helinet aussteigen.

Dem Bericht der Geschäftsführung, so erklärte Oppenheim weiter, sei zu entnehmen, dass sich die aktuelle wirtschaftliche Lage positiv entwickele. Das Prognose-Ergebnis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 weise bereits wieder „ein dem Geschäftsumfang angemessenes positives Ergebnis“ aus. Der durchschnittliche Jahresumsatz des Unternehmens liegt bei 20 Millionen Euro.

Auf dem schwierigen Kommunikationsmarkt will Helinet künftig seine Geschäftskundenbasis ausbauen. Nach eigenen Angaben betreut man derzeit rund 7000 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in der Region. Die Nachfrage insbesondere für neu zu erschließende Gewerbegebiete auf Basis von Lichtwellenleitern bzw. Glasfaser (Breitbanddienste) sei vorhanden.

Aktuell zählen über 35 000 Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zum Kundenkreis der Helinet. Basis für die Telefonie- und Internetangebote ist das eigene, mittlerweile über 250 Kilometer lange Glasfasernetz.