Keine offenen Geschäfte – weniger Besucher

Kamen. Gestern drehten die Karussells auf der Severinskirmes ihre letzten Runden. Vier Tage Kirmesspaß sind vorbei. Trotz tollstem Wetter reichten die Besucherzahlen nicht an die der vergangenen Jahre heran. Am Sonntag klagten die Kirmesbetreiber über fehlende Karussellgäste.

„In diesem Jahr fehlte uns eindeutig der verkaufsoffene Sonntag, der sonst immer stattfand“, erzählt Schausteller Thomas Wendler.

Rund 800 bis 1000 Leute weniger hätte das nach Schätzungen von Wendler ausgemacht. Und weniger Besucher heißt auch weniger Einnahmen. „Rund 13 Euro pro Person fehlen dann für diesen Tag“, schätzt der Schausteller. Hoch gerechnet kommt man da schon auf eine Summer von 13 000 Euro.

An den anderen Kirmestagen lag man aber nicht hinter den Besucherzahlen der letzten Jahre zurück, so dass sich Thomas Wendler allgemein recht zufrieden mit dem Verlauf der Severinskirmes zeigt.

Auch Riesenrad-Betreiber Jörg Lotte fand die Besucherzahlen „in Ordnung“. „Gut, dass wir so tolles Wetter hatten“, fügt er noch hinzu. Ähnlich äußert man sich auch an der Losbude.

Da waren die Kinder, angesprochen darauf, wie ihnen die Kirmes gefallen hätte, deutlich begeisterter: „Es war super! Ich bin mindestens zwanzig Mal mit dem Autoscooter gefahren, das war richtig klasse“, sagt Nils.

Besucherin Cornelia Sammer bestätigt, dass die Kirmes auch den Erwachsenen Spaß gemacht hat. „Wir waren an zwei Tagen hier, da war viel los und es war toll“, sagt sie.

Für Schausteller Thomas Wendler war die Aktion des Vorab-Kirmesbesuchs für behinderte Menschen eine besonders tolle Sache, die er auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholen möchte.