Bauarbeiten auf Hochtouren

Kamen. Verkehrsteilnehmer haben es derzeit nicht einfach in der Stadt.

An vielen Stellen sind oder werden Baustellen eingerichtet, sind Parkmöglichkeiten für Anwohner am Straßenrand rar, weil Fahrbahnen saniert werden (Kämerstraße), regeln wegen einseitiger Fahrbahnausbesserung Behelfsampeln den Verkehr (Lünener Straße) oder können Straßen gar nicht mehr befahren werden (Kämertorstraße).

Und die Arbeiten auf und an Straßen gehen in den nächsten Monaten weiter. Folgende Baumaßnahmen dürften in den nächsten Wochen größere Auswirkungen auf den Straßenverkehr in der Stadt haben.

Bereits seit Montag – und damit früher als geplant – laufen die vorbereitenden Arbeiten für den Umbau eines kombinierten Rad- und Gehweges an der Henry-Everling-Straße. Da die Straße in Fahrtrichtung Südkamen, Heeren und Bönen derzeit wegen Rodungs- und Baggerarbeiten auf dem Grünstreifen einseitig gesperrt ist, regelt eine Behelfsampel den von der Hochstraße und der Heerener Straße kommenden Verkehr.

Und weil das Verkehrsaufkommen an der Stelle extrem hoch ist und die Gefahr besteht, dass sich der Verkehr vor der Baustellenampel bis auf die Hochstraße zurückstaut, hat die Stadt nach Absprache mit der Polizei und dem Landesbetrieb Straßen NRW bereits vor der Ampelkreuzung Zollpost auf der B 233 Warnbaken aufgestellt, die die beiden Fahrspuren in Richtung Kamen trennen. „Um den Verkehr zu filtrieren“, wie Stadtsprecher Hanno Peppmeier mitteilt.

Wer also aus Unna kommend in Richtung Kamen fährt, fädelt sich frühzeitig ein, so er denn nach Südkamen oder Heeren abbiegen möchte. Rund sechs Wochen, kündigt die Stadt an, würden die Bauarbeiten in der Henry-Everling-Straße dauern. Der neue Rad- und Gehweg (das Projekt kostet rund 370 000 Euro) und soll die Verbindung von der Heerener Straße zum Gewerbegebiet Zollpost sicherer machen für Radler und Passanten.

Eine weitere Baumaßnahme betrifft die Hammer Straße. Sie ist in den Herbstferien, also ab Montag, 24. Oktober, bis Freitag, 4. November, nur noch von der Innenstadt in Fahrtrichtung Hamm befahrbar. Der Verkehr aus Hamm wird dann über den Ostring und die Ängelholmer Straße in die Innenstadt geführt. Schilder sollen die Umleitung aber rechtzeitig ankündigen, teilt die Stadt mit. Die Hammer Straße wird einseitig dicht gemacht, weil die Gemeinschaftsstadtwerke GSW auf Höhe von Diesterwegschule und Parkplatz eine Gashauptleitung austauschen will. Dafür muss die Fahrbahndecke auf mehreren Metern aufgerissen und in die Tiefe gebuddelt werden. Um den Betrieb von Grundschule und Gymnasium nicht zu beeinträchtigen, habe man die Maßnahme bewusst in die Ferienzeit gelegt, sagt Hanno Peppmeier. Er hoffe denn auch, dass die Stadtwerke die Arbeiten, über deren Ausmaß gestern von den GSW nichts zu erfahren war, in den beiden Ferienwochen abschließe.