Entscheidung scheint…

Kamen. Die Entscheidung scheint gefallen. Die SPD-Ratsfraktion spricht sich für die Schließung des Heerener Freizeitbades aus. Schon auf der nächsten Ratssitzung soll ein Beschluss dazu gefasst werden.

„Wir wollen das Thema nicht bis ins Frühjahr ziehen“, so die Fraktionsvorsitzende Marion Dyduch auf Anfrage unserer Zeitung.

Fraktion will klares Signal geben

Es mache Sinn, den Gemeinschaftsstadtwerken als Betreiber aber auch den Bürgern in Heeren-Werve rechtzeitig vor der kommenden Badesaison klare Verhältnisse zu bieten.

Natürlich wisse man, dass dies ein emotionalisiertes Thema sei und dass viele Heerener Bürger an ihrem Bad hängen, so Dyduch. Die Fakten aber seien eindeutig. Zwei Freibäder für eine Stadt mit 45000 Einwohnern seien angesichts der aktuellen Zahlen zu Nutzern und Kosten nicht zu halten. Das Freibad Mitte biete aber zusätzlich Nutzungsmöglichkeiten für Sport und Schulen.

Die SPD sei zu ihrem Entscheid nach einem Klärungsprozess über mehrere Monate gekommen. Am Mittwoch habe man das Thema noch einmal ausführlich erörtert. Auch die Mandatsträger der Partei aus dem Stadtteil Heeren-Werve trügen dieses Votum jetzt mit. Es gebe eine Verpflichtung innerhalb des GSW-Verbundes, betont Dyduch.

Den Ausschlag gegeben hätte die vorgelegten Angaben zum Zuschussbedarf und der erhebliche Investitionsbedarf für das Bad bei sinkenden Nutzer- und Bevölkerungszahlen.

Bisher habe sich auch keine Gruppe formiert, die die Idee eines Bügerbades in eigener Trägerschaft realisieren wolle. Es gebe nun einmal keinen Verein, der in dem Bad zu Hause sei. Insofern sei auch nicht zu erkennen, wer eine solche Initiative tragen könne.

Kein endgültiges Nein zu einem Bürgerbad

Sollte es dazu noch Vorstöße geben, bleibe die SPD gesprächsbereit, sagt Marion Dyduch zu.
Bürgermeister Hermann Hupe habe aber auch deutlich gemacht, dass ein solches Bürgerbad an klare Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft wäre.