Ehemalige Autobahnwache

Kamen. Pläne, wie es mit der Umgestaltung der ehemaligen Wache der Autobahnpolizei an der Dortmunder Allee weiter gehen könnte, gibt es genug. Konkretes allerdings noch nicht. Experten des mit der Strukturierung betrauten Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW wollen Gespräche mit der Stadt Kamen abwarten.

Pläne, wie es mit der Umgestaltung der ehemaligen Wache der Autobahnpolizei an der Dortmunder Allee weiter gehen könnte, gibt es genug. Konkretes allerdings noch nicht. Experten des mit der Strukturierung der rund 13 370 Quadratmeter großen Fläche betrauten Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB) wollen zunächst noch Gespräche mit der Stadt Kamen abwarten. Ihre Pläne liegen bis dahin auf Eis.

„Es macht ja wenig Sinn, wenn wir möglichen Investoren Visionen aufzeigen und das Ganze dann am fehlenden Planungs- bzw. Baurecht scheitert“, erklärt Projektentwickler Christoph Höppener. Stück für Stück, so könnten Gelände und Gebäude veräußert werden. Dabei strukturiert das BLB nur vor: Die Ideen rund um die ehemalige Wache, die ursprünglich 1937 als Polizeikaserne konzipiert worden war, dienen privaten Investoren dabei als Appetitanreger.

Wohnen und arbeiten

„Wir versuchen, das Projekt interessant zu machen, und wenn uns das nicht im Ganzen gelingt, dann eben häppchenweise“, sagt Höppener. Das sei schon allein deswegen interessant, weil auf der riesigen Fläche die Voraussetzungen für eine Parzellierung bereits gegeben seien. Und das thematisierte Wohnen übernimmt in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Rolle: Ganz gleich, ob seniorengerecht oder individuell, „wohnen“, soviel bestätigte Höppener im Vorfeld, „ist nicht uninteressant und deckt sich mit den Interessen der Stadt.“

Mehrere Varianten für eine künftige Vermarktung des Geländes schlagen die Planer vor: So scheinen auf der nördlichen Seite die ehemaligen Werkstätten und Garagen geradezu ideal für eine gewerbliche Nutzung, sogar eine Anbindung an die benachbarte Borsigstraße ist denkbar. Die vorgelagerte Tankstelle steht zwar unter Denkmalschutz, aber auch sie könnte vielleicht noch einmal in Betrieb genommen werden, gibt Christoph Höppener zu bedenken.

Altersgerechte Wohnungen schlagen die Ideengeber des BLB als mögliche Nutzung für die ehemaligen Verwaltungsgebäude vor. Die stehen – drei an der Zahl – ebenfalls unter Denkmalschutz. Allerdings wollen die Projektentwickler hier schon Vorarbeit leisten und mögliche Abstimmungen treffen. Bleiben noch eine Grünfläche und ein Parkplatz näher zur Dortmunder Allee – mit reichlich Platz für neuen Wohnraum. Das ist die Planung.

Zur Feinabstimmung treffen sich Verwaltungsspitze und Vertreter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW im Januar.