Salzlager

Kamen. Ganz fertig geworden ist bis zum Winterbeginn das neue Salzlager der Stadt nicht. Bauhofchef Reiner Steffen sieht Kamen dennoch gut gerüstet für alle Wetterkapriolen. Und angesichts des bisherigen Winterwetters passt die Fertigstellung der neuen Halle perfekt.

Das Gerüst steht, der Boden ist gegossen. Eigentlich fehlt nur noch die Verbretterung. Weil die der Bauhof kostensenkend in Eigenarbeit stemmt, wird die letzte Schraube wohl erst Mitte Januar eingedreht sein. Das sei nun einmal so, das eigene Projekt müsse immer hinten anstehen, so Reiner Steffen. Und da der Bauhof in den Vorwochen vielfältig gefordert war, blieb für die Halle wenig Zeit.

Doch das bisherige Silo ist mit 180 Tonnen gut gefüllt. Und auch in die Weihnachtsfeiertage ging der Bauhof mit Notfallplanungen für jede Wetterunbill.

Doch Reiner Steffen freut das milde Wetter gleich mehrfach. Zum einen können seine Mitarbeiter entspannen, die in den Vorwintern hart gefordert wurden mit massiven Einsätzen und kurzen Ruhepausen.

Gerade die Fahrer schwerer Fahrzeuge seien bei heftigen Schneeeinbrüchen stark gefordert, blickt er zurück. Die verspätete Fertigstellung der Halle und der milde Winterstart aber entlasten auch die Bürger. Es wurden keine weiteren Salzvorräte im ohnehin schon teuren Streujahr 2011 gekauft.

Mit Fertigstellung im Januar aber soll das neue Lager auch umgehend genutzt werden. Allerdings will Steffen nicht gleich den Maximalvorrat von 700 Tonnen ordern. Man werde lediglich 200 bis 300 Tonnen einlagern im Rahmen bestehender Lieferverträge und damit zum günstigsten Preis. Das restliche Hallenvolumen bleibt Reserve, um zur Entlastung der Gebührenzahler zum richtigen Zeitpunkt passende Vorräte anzulegen.

Gefragt, wann man die denn in diesem Winter brauchen werde, legt sich Steffen nicht endgültig fest. Seine Experten, sowie Bauern und Waldarbeiter mit Kontakt zum Bauhof sagen voraus, dass der Winter frühestens Ende Januar zuschlägt. Steffen wartet lieber einfach ab.

Das Wetter hat ihm schon seine schönste Weihnachtsbescherung gebracht. Den Heiligen Abend nämlich konnte er ganz in Ruhe genießen. Den Heiligen Abend des Vorjahres hatte er mit Kollegen des THW auf einem Hallendach in Heeren-Werve verbracht, um Schneelasten zu überprüfen.