Jugendhilfe

Kamen. Das Projekt „Unter uns“ soll bei übergewichtigen und in ihrer Bewegung eingeschränkten Kindern den Spaß am Sport wecken. Ikea unterstützt das Projekt und spendete dem Förderverein für Jugendhilfe 4548 Euro. Das Geld stammt aus der Ikea-Aktion „Weihnachtsbäume für Kinderträume“.

Hula-Hoop-Reifen sind gar nicht so leicht zu händeln. Trotzdem wirbelten die Kinder des Projekts „Unter uns“ am Freitagmorgen gekonnt mit den bunten Ringen durch die Turnhalle der Eichendorffschule. Damit sie auch weiterhin so viel Spaß am Sport haben können, ließ das Einrichtungshaus Ikea einen dicken Scheck springen. Exakt 4548 Euro in Papierform übergab Ikea-Chefin Dinah Rudack an Jürgen Dunker vom Förderverein für Jugendhilfe. Das Geld stammt aus der Ikea-Aktion „Weihnachtsbäume für Kinderträume“ und kommt Sport-Projekten für übergewichtige und bewegungseingeschränkte Kinder zu Gute.

Bewegung fördert das Selbstbewusstsein

Ein solches Projekt ist auch die Initiative „Unter uns“, die derzeit an der Eichendorffschule, der Jahnschule und der Brüder-Grimm-Schule durchgeführt wird. „Zusammen mit Lehrern und Eltern arbeiten wir hier mit Kindern, die in ihrem Alltag zu wenig Bewegung haben“, erklärt Jürgen Dunker. Denn die Auswirkungen eines solchen Bewegungsmangels seien tragisch. Übergewicht, Koordinationsprobleme und Bewegungseinschränkungen seien nur einige der negativen Folgen von zu wenig Sport. Um dem entgegenzuwirken trainieren ausgebildete Sportfachkräfte einmal die Woche mit einer Gruppe von 10 bis 15 Kindern in den Turnhallen der Schulen. „Die Kinder werden in ihrem Bewegungsablauf geschult und entdecken den Spaß am Sport“, erklärt Jürgen Dunker. Das fördere das Selbstbewusstsein und ermutige die Kinder, sich in Sportvereinen zu engagieren. Doch „Unter uns“ verfolge auch einen ganzheitlichen Anspruch. Gerahmt wird das Projekt von Beratungsgesprächen mit den Eltern. „Wir wollen hier aber nicht belehren, sondern in einer lockeren Atmosphäre über Themen wie zum Beispiel die richtige Ernährung aufklären“, so Dunker.

Angebot soll ausgeweitet werden

Seit 2006 gibt es das Projekt. Viele Erfolge habe man seitdem verzeichnen können, erzählt Jürgen Dunker. Die meisten der Kinder seien nach dem Projekt in Sportvereine eingetreten. „Wir lassen die Kinder während des Trainings in möglichst viele Sportarten reinschnuppern“, erklärt Dorothea Pasalk, die das Projekt von Anfang an als Sportfachkraft begleitet. So könne jeder entdecken, was ihm Spaß macht – und das komplett kostenlos.

„Der Förderverein der Jugendhilfe ist immer darauf bedacht, solche Angebote kostenlos zu Verfügung zu stellen“, betont Dunker. Möglich sei dies unter anderem durch Spenden. Eine Ausweitung des Projekts auf andere Schulen sei in Planung. „Allerdings müssen wir dafür erst mehr ausgebildete Trainer finden“