Streit trotz Einigkeit

Südkamen.Einigkeit in der Sache bedeutet nicht, dass für Streit und harte Worte kein Platz wäre. Rückfälle in Urzeiten des Kampfs um politische Urheberrechte probten SPD und CDU in Sachen Dortmunder Allee im Planungsausschuss.

Die CDU hatte tatsächlich in den letzten Jahren immer wieder thematisiert, es müsse etwas geschehen auf der Landesstraße. Deren Zustand ist wenig erfreulich, die Gestaltung jetzigen und kommenden Verkehrsströmen wenig angemessen.

Kalte Schulter

Die Verletzung über die kalte Schulter der Mehrheitsfraktion wog schwer bei der CDU. Ausgerechnet die SPD zog das Thema nun selbst erneut aus dem Aktenschrank. Der Hinweis, man wisse, dass man damit auch Positionen anderer Gruppen aufgreife, reichte der Fraktionschefin der CDU Ina Scharrenbach nicht. Sie attackierte ihr Gegenüber Marion Dyduch frontal.
Auch des Sozialdemokraten Hans-Dieter Heidenreichs Mahnung, schon in den 80ern sei das alles Thema gewesen, befriedete nicht. Ebenso wenig der Verweis auf den runden Tisch in Südkamen, der das Thema ebenfalls seit Jahren kennt.

Dennoch lagen nun zwei Anträge auf dem Tisch mit zwei Antragstellern, die nicht auf Kompromisse aus waren. Für die Verwaltung hielt Uwe Liedtke den Antrag der CDU für nicht beschließbar. Der hätte die Verwaltung beauftragt, eine umsetzbare Planung für eine Landesstraße zu erarbeiten, ohne Zuständigkeit aber mit Kosten, für die der Haushalt keine Position kennt.

Der Antrag der SPD wiederum, der im Kern auf Berichterstattungen abzielte, reichte mindestens der CDU nicht aus. Den Vorschlag des Beigeordneten Reiner Brüggemann, die Verwaltung könne einsteigen in Gespräche mit der Landesbehörde nahm am Ende Ausschussvorsitzender Friedhelm Lipinski als Ausweg und ignorierte beide Anträge. Das Rathaus will nun beim Landesbetrieb Straßen.NRW sondieren, was dort zu bewegen ist.