Tag der offenen Tür

Methler. Der „Tag der offenen Tür“ der neuen Senioreneinrichtung „Peter und Paul“ in Methler entwickelte sich fast zu einem kleinen Stadtteilfest.

„Willst du da etwa einziehen?“ Für manche Familie gab der Tag der offenen Tür im neuen Altenzentrum „Peter und Paul“ am Sonntag den Anlass für eine Grundsatzdiskussion über ihre Vorstellungen von Wohnen und Pflege im Alter. Nicht nur das. Einige machten gleich an Ort und Stelle Nägel mit Köpfen und nahmen Aufnahmeanträge mit nach Hause.

„Ich wusste ja gar nicht, dass hier überhaupt noch Plätze frei sind“, meinte eine Methleranerin verblüfft. Sie war mit ihrem Ehemann aus Neugierde vorbei gekommen.

„Wir wohnen schließlich nebenan und wollen wissen, wie es hier aussieht“, erzählen sie. „Außerdem kann man ja auch schon mal näher hinschauen – wer weiß, wann wir es selbst einmal brauchen werden.“ So dachten viele. Deshalb glich der Tag der offenen Tür auch einem verkleinerten Stadtteilfest.

Ingeborg Eberling wird hier demnächst ihr Leben verbringen. Am Sonntag nahm die 86-Jährige ihr künftiges Zimmer in Augenschein. „Es ist schön hier – ich freue mich schon auf den Einzug“, erzählt sie. „Das ist hier wie ein Sechser im Lotto“, freut sich auch eine der beiden Töchter. „Wir haben so viele Einrichtungen angeschaut – jetzt haben wir einen Platz direkt vor unserer Tür gefunden.“

Längst nicht alle Plätze sind vergeben

Einrichtungsleiter Hubert Krampe musste am Sonntag vielfach das Vorurteil korrigieren, dass alle vier Doppel- und 42 Einzelzimmer inklusive der vier Kurzzeitpflegeplätze schon vergeben sind. „Wir haben noch freie Zimmer“, betont er. Viele Besucher nahmen deshalb spontan gleich die Anmeldeformulare mit nach Hause. Gewärmte Fliesen in der Sitzecke, offene Küchenbereiche, Wohlfühlbad, Friseur und Fußpflege im Haus: Die neue Einrichtung – von Caritas und Altenhilfe Dortmund erstmals außerhalb der Dortmunder Stadtgrenzen realisiert – findet durchweg Anerkennung. Wohnen im Altenzentrum „Peter und Paul“ beinhaltet Pflege und ein vielseitiges Tagesprogramm.

Auch die Ehepaare Faber und Friedrich sind beeindruckt. Sie wohnen in Königsborn ebenfalls im Betreuten Wohnen, haben dort innige Freundschaft geschlossen und wollten sich einfach mal umschauen. Beide Paare haben sich schon frühzeitig für diese Wohnform entschieden – „weil wir eben noch selbst entscheiden und nicht unsere Kinder damit belasten wollen.“

Am Montag übrigens ziehen die ersten beiden Bewohner ein – nach zwei Jahren Planungs- und Bauzeit.