Verhandlungsmandat

Kamen.Kommt es zu einer Fusion der Hellmig-Klinik mit dem Klinikum Westfalen dann werden auch Gebäude und Grundstück in die neue Kooperation eingehen. Das stünde nach weiteren Vorrecherchen fest, so Bürgermeister Hermann Hupe. In der Klinik wird das Vorhaben weiter positiv gesehen, so Geschäftsführer Norbert Vongehr.

Vor dem Haupt- und Finanzausschuss des Rates stellte Vongehr am Dienstag den Stand der Überlegungen vor.

Mitspracherecht soll gesichert bleiben

Am heutigen Donnerstag soll der Rat (ab 16 Uhr, Stadthalle) der Stadtverwaltung das Mandat erteilen, in konkrete Verhandlungen einzutreten über ein Zusammengehen mit dem Klinikum Westfalen und seinen beiden Häusern, dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel und der Klinik am Park in Brambauer.

Um das benötigte Gewicht in der neuen Partnerschaft zu erreichen, werde man aber Gebäude und Grundfläche mit einbringen müssen, zeigt sich Hupe überzeugt. Bisher sind Klinik und Gebäude aufgespalten, das Gebäude wurde nicht mit eingebracht in die gemeinnützige Klinikgesellschaft.

Eine ausreichende Gewichtung in der neuen Gesellschaft aber wäre ein Knackpunkt beim Zusammengehen. Sowohl Ratsopposition als auch der Bürgermeister machten im Hauptausschuss deutlich, dass ein Gesellschaftervertrag sicher stellen müsse, dass ohne Zustimmung keine Abteilungen geschlossen werden dürfe und dass Freiraum für eine Fortentwicklung der Klinik bestehen müsse.

Hupe betonte zudem, der Weg in eine neue Kooperationen habe vor einigen Jahren dem Haus noch nicht offen gestanden. Jetzt wäre auch ein Zusammengehen mit kirchlichen Partnern möglich. Der Weg zu größeren Einheiten mache jetzt in jedem Fall Sinn, weil erkennbar sei, dass die finanzielle Ausstattung von Kliniken erneut nicht mit Kostenentwicklungen Schritt hält.

Auf keinen Fall solle das Haus eine Portalklinik werden, die einen großen Teil der medizinischen Leistungen nicht mehr am Ort bietet. Das Hellmig-Krankenhaus soll weiter Grundversorgung vor allem für die Menschen in Kamen und Bergkamen bieten: Von dort kommen mehr als 87 Prozent der Patienten.