Investor saniert Parkhaus Kämerstraße

Kamen. Das marode, mehr als 30 Jahre alte Parkhaus an der Kämerstraße soll noch in diesem Jahr saniert werden. Die Stadt wird entsprechende Pläne in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses in der kommenden Woche vorstellen.

Künftig Parkgebühren

Verträge mit einem Investor werden in diesen Tagen endverhandelt und ausformuliert. Nach Informationen unserer Zeitung soll die Unnaer Unternehmensgruppe Markus Gerold das Parkhausgebäude in Erbpacht übernehmen, und zwar für 20 Jahre mit Verlängerungsoption. Das Grundstück aber bleibt im städtischen Besitz. Der Erpachtzins selbst soll in Form einer Umsatzbeteiligung an die Stadt gezahlt werden. Dies ist wohl auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Parkhaus nach der Sanierung nur noch gebührenpflichtig genutzt werden kann. „Unterschrieben ist aber noch nichts“, betonte Geschäftsführer Markus Gerold.

Die Sanierung der Stahlbeton-Konstruktion soll noch in den Sommerferien 2012 beginnen. Gerold bestätigte in diesem Zusammenhang Überlegungen, eine Sanierung nach dem Vorbild des Soester Parkhauses Leckgadum, eine Garage vergleichbarer Bauweise und Größe, durchzuführen. Das Ergebnis dort sei vergleichbar mit dem, was in Kamen geplant ist. Dort hatte die Stadt Soest das Gebäude aus Mitteln des Konjunkturpakets II vor rund zwei Jahren für 1,5 Millionen Euro reparieren und modernisieren lassen. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2008 hätte die Stadt Kamen für die Sanierung des Parkhauses Kämerstraße selbst 1,3 Millionen Euro in die Hand nehmen müssen – utopisch in Zeiten des Nothaushaltes. Mit der jetzt gefunden Investoren-Lösung werden im städtischen Haushalt künftig Betriebskosten von 60 000 bis 80 000 € jährlich gespart. Gleichzeitig, so ein am Vertragswerk beteiligter Verwaltungsmitarbeiter, verschwindet „ein Schandfleck“ in der Innenstadt. Die Kehrseite: Parken an dieser Stelle ist künftig nicht mehr umsonst.