Stadt will zwei Spielplätze aufgeben

Marion Dyduch -SPD Fraktionsvorsitzende, Vorsitzende JHA
SPD Fraktionsvorsitzende/Vorsitzende JHA

Im Vorfeld der parlamentarischen Diskussion und Entscheidung über die vorgelegte Spiel- und Bolzplatzanalyse der Stadtverwaltung gibt es bereits Ansätze seitens der SPD-Fraktion, wie aufgezeigte Unterversorgungen entgegen gewirkt werden könne. „Wir sehen Kooperationsmöglichkeiten mit den Wohnungsbaugesellschaften, den Kindertagesstätten und den Schulen“, erklärte Marion Dyduch, Vorsitzende der SPD-Fraktion und des Jugendhilfeausschusses des Rates der Stadt Kamen.

In ersten Gesprächen mit den Geschäftsführern der UKBS und der WBG Lünen hat Marion Dyduch bereits positive Signale vernommen. Bei der WBG geht es insbesondere um den Spielplatz am Goldbach in Kamen-Mitte, da gerade in diesem Bereich strukturell eine leichte Unterversorgung vorliegt.

„Ich bin dankbar für diese kooperative Einstellung. Denkbar wäre es, die gepflegten Einrichtungen der Wohnungsbaugesellschaften, dort wo notwendig, mit Spielgeräten der Stadt Kamen weiter aufzuwerten“, ergänzt die Fraktionsvorsitzende der SPD. Ob für die Öffnung der Spielplätze der Wohnungsbaugesellschaften ein Gestattungsvertrag abgeschlossen werden muss, soll zudem nach weiteren Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung und den Unternehmen verabredet werden.

Zu den Potenzialen zählt Marion Dyduch auch die seitens der Arbeiterwohlfahrt in Person von Betriebsleiterin Annette Schütte und des ehemaligen Geschäftsführers Peter Resler signalisierte Öffnung des umgestalteten Kita-Spielplatzes am Schwesterngang in Kamen-Mitte.

„Unsere Ratsvertreter aus den Ortsvereinen aus Heeren-Werve und Südkamen werden zudem ihre Erfahrungen aus den nachbarschaftlichen Gesprächen in die politische und parlamentarische Diskussion eintragen, was die Aufgabe zweier Flächen betrifft. Für uns ist es der richtige Ansatz, dort Flächen aufzugeben, wo in der Nähe weitere Spielflächen für Kinder vorhanden sind“, sagte Marion Dyduch. Bekanntlich ist vorgesehen, eine Spielfläche an der Fichtestraße (Südkamen) und eine Fläche am Eichengrund in Heeren-Werve aufzugeben und vielleicht einer anderen Nutzung zuzuführen, so wie es auch das Haushaltssicherungskonzept der Stadt Kamen vorsieht.

Marion Dyduch abschließend: „Wir verfolgen den Ansatz, unabhängig von der guten und sehr detaillierten Analyse der Stadtverwaltung weitere Potenziale in unterversorgten Gebieten zu erschließen, ohne den Haushalt der Stadt Kamen unverträglich zu belasten.“