Sturm auf die Eiszeit hält an

Kamen. Bilderbuchwetter für die Winterwelt: Sonne und ein Hauch frostiger Temperaturen verwandelten die Szenerie auf dem Alten Markt gestern kurzfristig in eine echte Winterlandschaft. Und das sorgte spürbar für mehr Bewegung auf der Eisfläche und Begegnung an den Büdchen. Ohnehin steht ein Besuch der Winterwelt auch nach Weihnachten noch in vielen Terminkalendern: Die Verlängerung der Laufzeiten inklusive der angrenzenden Bewirtschaftung scheint sich gelohnt zu haben.

Annika Bergmann vom Stadtmarketing zieht eine erste vorsichtige Bilanz und könnte sich durchaus vorstellen, dass die Winterwelt es auch im neuen Jahr bei einer Wiederholung in die Verlängerung schafft.

Alles gut gelaufen

„Aus organisatorischer Sicht ist bis jetzt alles gut gelaufen, auch wenn die Beschicker gerade an den vergangenen Tagen mit dem massiv schlechten Wetter und entsprechend weniger Besuchern auskommen mussten“, sagt Annika Bergmann. Gestern hingegen war nicht ein Pinguin mehr frei: Da mussten die, die auf Schlittschuhen noch etwas unsicher unterwegs sind, schon Schlange stehen, um endlich mit tierischer Unterstützung übers Eis gleiten zu können.

Die sechsjährige Svenja hatte Glück: Sie stand gestern das erste Mal auf Kufen und hatte das Ganze aber mit Hilfe des Pinguins ziemlich schnell im Griff. Ihre Mutter Sandra Knölker hatte zuvor ein Plakat von der Winterwelt gesehen und wollte sich das Spektakel unbedingt einmal ansehen. Denn beide sind zur Zeit nur zu Besuch in Kamen und wohnen ansonsten in Unterfranken. „Die Winterwelt ist richtig schön gemacht und super aufgezogen“, findet Sandra Knölker.

Das dachte sich auch Christine Pütz und verlegte den Kindergeburtstag ihres Sohnes Malcolm (9) gleich auf die Eisfläche. „Es passte einfach super zusammen, Malcolm hat am 21. Dezember Geburtstag und weil die Winterwelt eben auch jetzt noch nach Weihnachten geöffnet ist, war es eben eine günstige Gelegenheit“, sagt Christine Pütz.

Michael Jauer von Inter Event hat auch absolut nichts dagegen, die Eisfläche bis in den Januar hinein für die Kufenflitzer bereit zu stellen: „Es ist alles in allem eine schöne Sache, weil ja noch Ferien sind und so gerade Schüler und auch viele Familien die Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen nutzen.“

Selbst wenn die Hochzeit mit den Tagen vor Weihnachten jetzt vorbei ist: Die Beschicker der Buden und Büdchen an der Eisfläche sind zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und der Verlängerung der Winterwelt. „Wir haben es ausprobiert und werden erst einmal das Endergebnis abwarten“, sagt Martina Heitmann von „Heitmann´s Minuto“. „Aber bislang waren wir immer dabei und ich denke, dass wir auch weiterhin mitmachen werden.“ Gastronom Atef Hosni hat sogar schon Reservierungen für Weihnachten 2013 entgegen genommen:„So, wie es bisher gelaufen ist, bin ich sehr zufrieden. Das Konzept kommt an, meine Gäste sind begeistert und ich werde mich ganz bestimmt für eine Neuauflage stark machen.“