Stadt braucht Basis aus Verständnis und Respekt

Liebe Kamenerinnen und Kamener,

viele von Ihnen werden die letzten Tage des Jahres nutzen, um inne zu halten und Gedanken auf das neue Jahr zu richten. Zu Beginn des neuen Jahres werden zwei Projekte umgesetzt, die in dem zu Ende gehenden Jahr einen hohen Stellenwert besaßen. In beiden Fällen geht es um eine Fusion größeren Ausmaßes.

Eine betrifft unser Krankenhaus. Der Zusammenschluss mit dem Klinikum Westfalen wird die medizinische Versorgung in unserer Stadt nachhaltig verbessern und eine Qualitätssteigerung mit sich bringen.

Fusionieren werden auch die Sparkassen Kamen und Unna mit Wirkung vom 1. Januar 2013. Vorrangiges Ziel ist es, ein noch stärkeres Finanzinstitut zu schaffen, dessen Leistungsfähigkeit sich für die Bürgerinnen und Bürger sowie die regionale Wirtschaft auszahlt.

Nicht alle Projekte konnten zum Abschluss gebracht werden. Die Sorge um die Entwicklung der ehemaligen „Hertie-Immobilie“ besteht weiter. Der Fortschritt dieser „Hängepartie“ wird durch internationa-les Insolvenzrecht, unklare Besitzverhältnisse und Zuständigkeiten blockiert. Unzählige Gespräche sind ohne vorzeigbare Ergebnisse verpufft. Wir haben nunmehr einen Investor, der sich mit dem Vermarkter einig ist. Zudem besteht die Möglichkeit des Verkaufs in den kommenden Monaten. Hoffen wir, dass es gelingt!

Zwei größere Bauprojekte werden im neuen Jahr die Stadtentwicklung begleiten. So wird beispielsweise der Kanal- und Straßenbau größerer Teilflächen der Derner- und Germaniastraße beginnen.

Zu dem Aufgaben- und Maßnahmenkatalog des zu Ende gehenden Jahres gehörte vorrangig, die Stadt aus den zweieinhalbjährigen Fesseln des Nothaushalts herauszuführen. Dieses Ziel wurde erreicht. Damit hat die Finanzwirtschaft den Weg der Perspektivlosigkeit verlassen. Die schwierige Haushaltssituation macht weitere Spar- und Kraftanstrengungen zwingend erforderlich. Insofern wird jede Ausgabe auf dem Prüfstand stehen, eine Herausforderung, die mit den Entscheidungsträgern der Verwaltung und der Politik bewältigt werden muss. Insofern wünsche ich mir parteiübergreifende Entscheidungen zum Wohl der Stadt.

Um den vielfältigen Anforderungen und Aufgaben gerecht zu werden, ist ein Miteinander zwingend erforderlich. Nicht nur die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sind gefordert. Jeder Einzelne kann dazu beitragen eine Basis zu schaffen, die von Verständnis und Respekt geprägt wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn unpopuläre Entscheidungen zu treffen sind.

Lassen Sie uns nun das Jahr 2013 herzlich willkommen heißen. Lassen Sie uns im guten Gespräch miteinander bleiben. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen einen gelungenen Start, Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.

Ihr Hermann Hupe