Hellmig-Krankenhaus auf einem guten Weg

Petra Hartig, Vorsitzende SPD Ortsverein Südkamen
Ratsvertreterin, Südkamen

„Populistische Äußerungen in der Öffentlichkeit zum Hellmig-Krankenhaus sind für die Entwicklung der Klinik unangebracht“, sagte Petra Hartig (SPD), Mitglied des Aufsichtsrates, in einer ersten Stellungnahme zu den Äußerungen der Ratsfrau Rosemarie Gerdes.

„Meine Kollegin im Rat der Stadt sollte die Fusion und die damit verbundene Neuausrichtung des Hellmig-Krankenhauses positiv begleiten und für ein Krankenhaus werben, das sich durch einen hohen pflegerischen und medizinischen Standard auszeichnet, anstatt die Entwicklung schlecht zu reden.“ Frau Gerdes habe die Geschicke des Hauses in den letzten Jahren als Aufsichtsratsmitglied begleitet. „Insofern setze ich zwingend voraus, dass auch sie die über Jahre äußerst schwierige finanzielle Situation reflektiert hat“, erklärte Petra Hartig.

Sie sei Bürgermeister Hermann Hupe dankbar, dass er bei seinem Amtsantritt im Jahr 2003 das Hellmig-Krankenhaus im Interesse der Beleg- und Ärzteschaft und natürlich für die Kamener Bürgerinnen und Bürger zur Chefsache erklärt habe. „Der Erhalt der Klinik durch die Zugeständnisse der Beschäftigten, für die ich noch heute dankbar bin, ist das Ergebnis dieses Prozesses und hat letztlich den Standort des Hellmig-Krankenhauses gesichert.“
In diesem Zusammenhang erinnert Petra Hartig an die Entwicklung des Gesundheitswesens in den vergangen Jahren. Es sei für alle Mitglieder des Aufsichtsrates, also auch für Frau Gerdes, absehbar gewesen, dass kleinere Häuser auf Dauer nicht überlebensfähig geführt werden können. Insofern sei die Fusion mit einer entsprechenden Stärkung und mit Investitionen des Klinikums Westfalen in Millionenhöhe der einzige gesicherte Weg gewesen, um die Klinik langfristig am Standort zu sichern. Damit gehe ein Ausbau des medizinischen Angebotes vor Ort Hand in Hand.
„Insofern ist die Stellungnahme für mich nicht nur unverständlich und populistisch geprägt, sondern frech. Als Mitglied des Aufsichtsrates hat Frau Gerdes die folgerichtigen Entscheidungen mitgetragen und bei keiner Gelegenheit kritisiert“.