Es ist normal, verschieden zu sein!

BM Hermann Hupe eröffnet den Abend mit einem Imlusreferat: Inklusion ist Herzenswunsch und Herausforderung
BM Hermann Hupe eröffnet den Abend mit einem Imlusreferat: Inklusion ist Herzenswunsch und Herausforderung
Reiner Brüggemann und Roland Borrosch zur Inklusion
Reiner Brüggemann und Roland Borrosch zur Inklusion

Eine spannende und interessante Diskussionsveranstaltung erlebten die Besucherinnen und Besucher am Mittwoch in der Stadthalle Kamen. „Es ist normal, verschieden zu sein!
Inklusion am Beispiel Schule – wie sieht es in Kamen aus?“, lautet das Thema.

Ein kompetent besetztes Podium (Roland Borosch vom NRW-Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales), Dorothea Schäfer (Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW NRW), Reiner Brüggemann (Schuldezernent der Stadt Kamen), Frank Stewen (Leiter der Hauptschule Kamen) und Thomas Blaschke (Elternvertreter der Realschule Kamen) diskutierte über das Thema und beantwortete die Fragen der Besucher. Moderiert wurde die Veranstaltung von Joachim Eckardt (Vorsitzender der Schul- und Sportausschusses des Rates der Stadt Kamen).

Bürgermeister Hermann Hupe eröffnete den Abend mit einem Impulsreferat: „Inklusion ist Herzenswunsch und Herausforderung. Es braucht Information, offene Gespräche über Ängste und Befürchtungen. Die Schulen müssen sich einlassen und wir als Schulträger müssen ihre Aufgaben annehmen. Es braucht Augenmaß und Zielstrebigkeit.“

Diskutiert wurden u.a. die Themenfelder bauliche Maßnahmen in den Schulen, Integrationshelfer, Lehrerfortbildung, Akzeptanz an allen Stellen, dazu Hermann Hupe: „Der Kontakt zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen führt zu mehr sozialer Gerechtigkeit und fördert das Verständnis unter den Beteiligten.“

Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass man das Thema Inklusion losgelöst vom Thema Finanzen angehen müsse und die Menschen in diesem Prozess mitgenommen werden müssen.
Natürlich kostet der Weg der Inklusion Geld. Doch auch hier zeigten sich die Teilnehmer optimistisch, dass durch die aktuelle Einigung zwischen Land NRW und den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände ein Weg aufgezeigt werde.

„Das Themenfeld Inklusion wird eines der großen Themen sein, das den Rat der Stadt Kamen und seine Fachausschüsse in der nächsten Legislaturperiode beschäftigen wird. Unser Ziel muss und wird es sein, unter Einbeziehung von Kindern, Eltern und Lehrern in Kamen die Inklusion zu gestalten. Wir werden dafür Sorge tragen müssen, dass unsere Schulen eine angemessene Ausstattung bekommen, damit alle von diesem Prozess profitieren können“, erklärte Fraktionsvorsitzende Marion Dyduch.
Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die SGK NRW.

Marion Dyduch