Sesekeplanvorstellung erst im Februar/März

Kamen. Die aktuell in der Bearbeitung befindlichen Sesekepläne können erst im Februar/März im Parlament beraten werden.

Der ursprüngliche Termin kann nicht eingehalten werden. Der neue Zeitplan ist bereits mit Friedhelm Lipinski, Vorsitzender des Planungs- und Verkehrsausschusses, besprochen worden. Der Grund ist, dass die Verwaltung das Planungsbüro Glück beauftragt hat, einen in das Rathaus getragenen Erstentwurf zu überarbeiten.

Wie berichtet, sind mit der Beratung und Entscheidung des integrierten Handlungskonzept Kamen-Innenstadt V, 2.0 Mio. Euro als Kostenrahmen aufgerufen worden. Diesen Kostenrahmen will die Verwaltung einhalten. Bei den bisherigen Planüberlegungen wird allein der Bereich zwischen den Brücken bekanntlich rund 700 TEURO kosten.

Die Bindung eines Betrages in dieser Größenordnung allein auf dieser Fläche ist der Verwaltung vor dem Hintergrund des Kostenrahmens so nicht recht. "Es braucht, " so der Beigeordnete Reiner Brüggemann, "durchaus umfängliche Mittel für die
Gestaltung entlang des Flusslaufes in westlicher Richtung, also in Richtung Hochstraße/Koppelstraße." Er ruft damit das Kosten- und Leistungsverhältnis auf. Dahinter stellt sich die konkrete Frage, wieviel Seseke für die Kamener für die unmittelbare Erlebbarkeit zurückgewonnen werden soll.

Eine bauliche Neuplanung für den Bereich zwischen den Brücken hat das Büro Glück bereits im Rathaus vorgelegt, auf die weitere Planvorstellung im Zuge des Flusslaufes wartet das Rathaus noch. Die gestalterische Überarbeitung des Bereichs zwischen den Brücken berücksichtigt in der Leitlinie den Aufenthalts- und Qualitätsanspruch, der aus dem Wettbewerbsverfahren erwartet ist. Es
handelt sich nach erster Bewertung durch die Verwaltung insofern um einen neuen
Vorschlag, der – obwohl die nördliche Treppenanlage fehlt – gleich drei positive Aspekt erfüllt:

1. an der Vorgabe der Zugänglichkeit zum Fluss wird festgehalten

2. die städtebauliche Perspektive mit der Öffnung hinein in die Innenstadt ist neue zentrale Bezugsposition

3. Der Kostenrahmen von 2 Mio. EURO findet eine neue Zuordnung, die eine weitere Gestaltung der Seseke im westlichen Flusslauf umfänglich möglich macht.

"Insgesamt ein guter wie richtiger Ansatz, vom Grundansatz der Finanzverantwortung geprägt, " so Brüggemann.

Die Stadt erwartet Fördermittel in Höhe von 1.6 Mio EUR0; 400 TEUR0 wird die Stadt aufbringen müssen verteilt auf 2 Jahre. Zum weiteren Verfahren erneuert die Verwaltung ihre wiederholte Linie: öffentliche Vor- und Ausstellung der Pläne nach
Beratung im Planungs- und Verkehrsausschuss. Danach, so hat das Bürgermeister ermann Hupevorgegeben, werde man sorgfältig hinhören wollen, was die Kamener
zu den Plänen äußern und sich wünschen. Diese Wünsche seien dann ernsthaft abzuwägen.

Erste Bauaktivitäten, vermutlich im Bereich zwischen den Brücken, sind nach der Jahresmitte 2015 abzusehen. Davor aber, so macht das Rathaus deutlich, steht die vollständige Vorlage der Pläne für der Gesamtbereich zwischen den Brücken und der
Koppelstraße, deren Abstimmung mit den beteiligten Partnern aus Lippeverband und Kreis Unna sowie die Beratung im Parlament."Heute, " so die
Verwaltung, "weiß daher auch noch niemand, was in diesem offenen, prozesshaften Verfahren endgültig realisiert wird" .