Der Bürgermeister direkt – “ Mit einigen stadtrelevanten Themen auf das neue Jahr einstimmen“

Bürgermeister Hermann Hupe
Bürgermeister Hermann Hupe

Liebe Kamenerinnen und Kamener,

auch Sie haben hoffentlich besinnliche und geruhsame Weihnachtstage verlebt.

Vor uns liegt nun der Jahreswechsel. Viele von Ihnen werden die letzten Tage des Jahres nutzen, um das zu Ende gehende Jahr Revue passieren zu lassen. Losgelöst vom Alltagsgeschehen bieten diese Tage die Möglichkeit, Erlebtes bewusst zu machen und zu hinterfragen aber auch erste Gedanken auf das neue Jahr zu richten. Ich hoffe sehr, dass Ihre persönliche Rückschau positiv ausfällt und Sie das kommende Jahr optimistisch begrüßen können.

Ohne Terminstress und dienstliche Verpflichtungen hatte auch ich immer wieder die Gelegenheit das Jahr gedanklich aufzuarbeiten. Ich bin dankbar, dass meine Rückschau überwiegend von positiven Geschehnissen geprägt war. Ich habe mir vorgenommen daran anzuknüpfen und alles zu tun, dass auch das neue Jahr erfolgreich für uns alle verläuft. Dazu wünsche ich uns Kraft, Erfolg aber vor allem Gesundheit.

Ich möchte Sie zum Jahreswechsel mit einigen stadtrelevanten Themen auf das neue Jahr einstimmen.

Die Zukunft der Bäder wird nach der Vorstellung eines technischen Gutachtens durch die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) in der Öffentlichkeit diskutiert. Ein erstes Gespräch hat es vor wenigen Wochen mit den Wassersport treibenden Vereinen gegeben. Dabei wurde deutlich, dass die Nutzer eine ‚Kamener Lösung‘ favorisieren. Große Über-einstimmung bestand darin, dass vor uns liegende Jahr dafür zu nutzen, gemeinsam die Zukunft unserer Bäderlandschaft zu erörtern. Im weiteren soll ein tragfähiger Konsens angestrebt werden. Dabei ist den Beteiligten klar, dass mögliche Entscheidungen dem Finanzierungsvorbehalt unterliegen. All dies braucht Zeit. Und diese Zeit haben wir auch.

Die Bauarbeiten am ehemaligen Hertie-Standort, "Neue Mitte", sind im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten sollen in den Wintermonaten abgeschlossen sein. Die Eröffnung des Einkaufzentrums wird bis zum Sommer erfolgen. Rd. 20 Mio. Euro werden dann investiert sein. Es ist bereits erkennbar, dass die "Neue Mitte" als Impulsgeber für andere geplante Projekte dient. Diese Synergieeffekte könnten den Einzelhandel in der Innenstadt beleben und aufwerten. Erst Anzeichen dafür gibt es.

Das Integrierte Handlungskonzept beschäftigt uns schon einige Jahre und findet aktuell seine Fort-setzung im Wohnquartier Karl-Arnoldstraße//Blumenstraße bzw. im Stadtteil Heeren-Werve. Im Rahmen einer Studie soll der weitere Umgang mit dem innerstädtischen Wohnquartier betrachtet und Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. Es wird daher ein Konzept für die Erstellung einer Vorstudie durch das Büro plan-lokal GbR, Dortmund erstellt. Die Methodik soll eine ergebnisoffene Behandlung der Thematik ermöglichen. Die Arbeit ist vielschichtig. Es gibt viele Beteiligte, wie die Wohnungsgesellschaften und die Bürgerschaft mit unterschiedlichen Interessen, die in die Untersuchung miteinbezogen werden müssen. Am Ende der Studie wird eine Empfehlung der weiteren Vorgehensweise stehen. Einen Zeitplan gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der langwierigen Kommunikationsprozesse und der Komplexität der Fragestellungen noch nicht.

Einen wesentlichen Schritt weiter ist das Verfahren im Stadtteil Heeren-Werve. Mit einem "Masterplan" sollen im kommenden Jahr Fördergelder des Landes fließen, um eine neue Infrastruktur zu schaffen. Sobald der Bewilligungsbescheid eingeht soll mit der Umsetzung erster Projekte begonnen werden, die jedoch frühestens 2016 in Angriff genommen werden könnten.

Die Weichen für das Heerener Senioren-Wohnbau-projekt sind gestellt. Die ersten vorbereitenden Arbeiten wurden noch im alten Jahr mit dem Abriss des ehemaligen Gesundheitshauses vorgenommen. Das Projekt wird nach seiner Fertigstellung über 24 altersgerechte Wohnungen und über 60 Pflegeplätze verfügen. Dabei tritt der Bauverein zu Lünen als Bauherr und die Spies KG als Betreiber des Pflegezentrums auf. Der Baustart soll im Frühjahr erfolgen. Die Fertigstellung wird frühestens für den Spätsommer 2016 prognostiziert. Mit der Fertigstellung der Seniorenwohnungen und Pflegeplätze erhält damit auch der Stadtteil Heeren-Werve eine moderne Wohnanlage, die es älteren Menschen ermöglicht, in ihrer gewohnten Umgebung weiter zu leben.

Ein ehrgeiziges Großbauprojekt steht im Rahmen des Umbaus der Sportstätten vor der Vollendung. Die zwei Kunstrasenplätze am Schulzentrum an der Gutenbergstraße und im Jahnstadion sind seit rd. 2 Monaten bereits bespielbar. Im neuen Jahr soll nun der Startschuss für das Vereinsheim der Vereine Kamener SC und TSC Kamen in der Nähe der Ge-samtschule erfolgen. Voraussichtlich noch vor diesem Baustart werden an den Plätzen Tribünen-dächer installiert. Der Baubeginn für das 750.000 Euro teure Sportlerheim erfolgt im Frühjahr. Mit der Fertigstellung rechnen die Baufachleute schon im Sommer. Rd. 3,35 Millionen Euro sind dann in die beiden Sportstätten investiert worden.

Mit dem Bau der "Südspange" zwischen Westicker Straße und Dortmunder Allee wird eine Straßen-planung umgesetzt, die über Jahrzehnte kontrovers diskutiert wurde. Der Kreis Unna hält eine Fertigstellung im Jahr 2018 für möglich. Der Baustart soll mit dem neuen Kreisverkehr im Frühjahr erfolgen und wird mehrere Bauphasen bzw. Bauabschnitte enthalten.

Die Sesekepläne werden zu Beginn des Jahres im Rat der Stadt vorgestellt und beraten.

Das Planungsbüro Glück hat den Erstentwurf zwischen den Brücken überarbeitet. Die Planvorstellung entlang des Flusslaufs in westlicher Richtung, also in Richtung Hochstr./Koppelstraße ist noch in der Bearbeitung.

Die gestalterische Überarbeitung des Bereichs zwischen den Brücken berücksichtigt den Aufent-halts- und Qualitätsanspruch aus dem Wettbewerbsverfahren. Bekanntlich werden die Pläne öffentlich vor- und ausgestellt, so dass eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit gewährleistet wird. Erste Bauaktivitäten zwischen den Brücken sind in der Jahresmitte vorstellbar. Der weitere überplante Bereich wird sich später anschließen.

Gleich zwei Partnerschaftsjubiläen gilt es zu feiern. Mit der Stadt Beeskow/Brandenburg wird vom 04.-07. Juni das 25jährige Stadtjubiläum in Beeskow gefeiert. Stolze 35 Jahre dauert bereits die Städtepartnerschaft mit den israelischen Freunden in Eilat. Zu dem Jubiläum werden die israelischen Gäste vom 23.-25. Mai in Kamen erwartet. Natürlich sind alle Kamenerinnen und Kamener zu den Feierlichkeiten herzlich eingeladen.

Abschließend danke ich für viele anregende, persönliche Gespräche, die ich mit Ihnen über das ganze Jahr geführt habe. Ich danke allen, die sich im vergangenen Jahr auf vielfältige Weise eingebracht haben und hoffe, dass sie auch im neuen Jahr aktiv mitwirken. Mein Dank richtet sich an die Vereine, Verbände, Organisationen und Einrichtungen, die sich unermüdlich und tatkräftig für unsere Stadt engagieren und auch an die politischen Freunde in allen Parteien, die sich zum Wohl der Stadt einsetzen.

Ihr
Hermann Hupe

Rück- und Ausblick des Bürgermeisters zum Jahreswechsel Sesekegefluester.de