Vereinsheim am Schulzentrum wird doch größer

So soll das Mehrzweck- und Umkleidegebäude auf dem Sportplatz am Schulzentrum mal aussehen. (Entwurf: Stadt Kamen)

Die neuen Kunstrasenplätze am Schulzentrum werden schon seit einigen Monaten bespielt. Was noch fehlt auf der Sportplatzanlage, ist das Mehrzweck- und Umkleidegebäude für die Vereine und Schulen (wir berichteten). Das soll nun doch größer ausfallen als ursprünglich geplant. Statt 450 Quadratmeter (die Vereine Kamener Sport-Club und Türkischer Sportclub hätten gern 800 Quadratmeter gehabt) wird es, das geht es aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die heute in der Sitzung des Schul- und Sportausschusses vorgestellt wird, eine Grundfläche von rund 560 Quadratmetern haben.

Das sei, erklärt die Stadt, “für vier künftige Raumnutzer im Vergleich mit anderen Vereinsgebäudestrukturen vertretbar”. Überdies entspreche der den Fußballvereinen zugestandene Flächenanteil in der Größenordnung den aufgegebenen Flächen der Altstandorte.

Mit der Vergrößerung des Gebäudes (das 450 qm-Gebäude war mit 750.000 Euro beziffert) seien Mehrkosten nicht auszuschließen, kündigt die Verwaltung an. Hier bleibe das Ergebnis der Ausschreibung abzuwarten.

36 Pfähle für perfekte Tragfähigkeit

Mit Mehrkosten von rund 45.000 Euro rechnet die Verwaltung schon jetzt, da eine Baugrunduntersuchung ergeben hat, dass der Boden im Bereich des geplanten Gebäudes keine ausreichende Festigkeit und damit Tragfähigkeit bietet und sich im Untergrund Torfschichten befinden. Um die Bodenschicht tragfähig zu machen, müssen nun 36 Pfähle in den Baugrund gebohrt werden. Eine Alternative gibt es laut Verwaltung nicht: Mit Blick auf die Flächenverfügbarkeit komme ein anderer Gebäudestandort und damit möglicherweise ein standfester Baugrund nicht infrage.

Überdachte Tribünen

Und die Stadt kündigt eine weitere zusätzliche Maßnahme an: Weil es auf der Sportplatzanlage keine Unterstellmöglichkeiten gibt, werden am Großspielfeld bzw. an den Mehrzweckspielfeldern sowie der Kampfbahn die Tribünen überdacht. Das Ganze soll zügig passieren, Köcherfundamente gebe es bereits, so die Verwaltung. Geschätzte Kosten: ca. 70.000 Euro