Für und mit Geflüchteten: Es tut sich was in der Stadt

Kamen. Die Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern bleibt in der Stadt Daueraufgabe – einen Lagebericht gab im Kamener Hauptausschuss Ingelore Peppmeier für die Verwaltung. Anfang März waren demnach 517 Asylbewerber bei uns als Bezieher von Leistungen registriert. Darunter sind rund 40 Neuankömmlinge, die erst im Laufe des neuen Jahres der Stadt Kamen zugewiesen wurden. Die Stadt ist nach wie vor dabei, Unterkünfte zu akquirieren. Derzeit ist der Kauf eines Hauses an der Gutenbergstraße geplant. Der mit Abstand größte Brocken allerdings ist die Unterkunft in der alten Polizeikaserne an der Dortmunder Allee: Diese Landeseinrichtung will die Stadt in kommunale Betriebsführung übernehmen.

In puncto Aufwendungen für Asylbewerber machen die Leistungen zum Lebensunterhalt der Menschen den mit Abstand größten Betrag aus. Vergangenes Jahr waren das rund 1,26 Millionen Euro. Knapp 380.000 Euro musste die Stadt für Krankenhilfe ausgeben. Damit wären die dicksten Posten genannt – dagegen fallen zum Beispiel für Sachkosten eher Kleinbeträge an. Und wie steht es umgekehrt um die Erträge? Ziemlich gut. Für 2015 schickte das Land 1,9 Milllionen Euro Zuweisungen. "Absolut auskömmlich" nennt das Peppmeier.
Jeder dritte Asylbewerber ist aus Syrien, und nahezu die Hälfte der Geflüchteten sind alleinstehende Männer.

Und: Es gibt in Kamen Haupt- und Ehrenamtliche, die sich mit ihnen befassen. Sprachkurse sowohl bei der VHS als auch bei Trägern wie der Arbeiterwohlfahrt würden intensiviert, sagt Peppmeier. Gemeinsam mit dem Verein ProMensch werde an einer App gearbeitet, die bei der Orientierung in der Stadt helfen soll – wohl im April wird sie fertig sein. Und für den Samstag kommender Woche – 19. März – ist in Kaiserau der "Tag des Sports" geplant, in Zusammenarbeit mit Stadtsportverband und dem Fußball- und Leichtathletikverband. Die Idee: Sport als Motor der Integration.