Öffentliche Ladesäule am Rathaus freigegeben

Hermann Hupe, Thomas Geide und Jochen Baudrexl bei der Vorstellung der Ladesäule mit zwei Ladepunkten auf der Bahnhofstraße. Foto: Christoph Volkmer für Kamenweb.de

Kamen. „Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem die Elektromobilität ausgerufen ist. Als lokaler Energieversorger sehen in der Förderung der Elektromobilität und in der Vermeidung von CO2 wichtige Zukunftsthemen“, sagt Jochen Baudrexl. Heute hat der Geschäftsführer der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) im Versorgungsgebiet drei Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten für den Betrieb freigegeben. Eine der Stationen befindet sich auf der Bahnhofstraße gegenüber des Rathauses.

Die GSW investieren zum einen in den Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur und zum anderen in die „Elektrifizierung“ des eigenen Fuhrparks, in dem mittlerweile sechs Elektroautos in Betrieb sind. „Wichtig war für uns nicht nur, dass es sich um ein Verbundsystem handelt, sondern auch wie das Bezahlsystem funktioniert“, erklärt Baudrexl. Doch zunächst einmal können Elektrofahrzeug-Besitzer den umweltfreundlichen Ökostrom bis zum 31. März kostenlos laden.

Ab Anfang April können Interessenten dann unter anderem über einen Autostromvertrag mit der GSW „tanken“. „Damit laden Kunden an unseren Ladesäulen und darüber hinaus auch an den über 2.700 Ladepunkten unserer Roaming-Partnern in ganz Deutschland Ökostrom“, erklärt der für den Vertreib zuständige Thomas Geide. Kunden anderer Stadtwerke können also auch in Kamen tanken und bekommen die Abrechnung dann über ihren Anbieter zugestellt.

Das Bezahlen ohne Autostromvertrag ist nach Anmeldung über eine App und mit Kreditkarte oder dem Bezahlsystem PayPal möglich. Der Preis für eine Kilowattstunde liegt bei 30 Cent pro Kilowatt, GSW-Stromkunden zahlen 27 Cent. Der Grundpreis beläuft sich auf 4,95 Euro bzw. 3,95 Euro (GSW-Kunden) im Monat. Die komplette Ladung kostet nach Meinung der Experten dann je nach Fahrzeuggröße drei bis sechs Euro.

„Ich glaube, dass wir die Elektromobilität dort gut entwickelt sehen werden, wo Menschen mit überschaubaren Reichweiten auskommen. Ich denke an Zweitfahrzeuge oder Dienstwagen, die in erster Linie in der Stadt oder im Umfeld unterwegs sind“, so Bürgermeister Hermann Hupe bei der Präsentation der Ladesäule. Erst Anfang des Jahres hat die Stadt ihren Fuhrpark auf drei Elektrofahrzeug erweitert.

Die beiden Parkflächen, die sonst von Besuchern des Rathauses, der Zahnarztpraxis oder anderen Einrichtungen für eine Stunde genutzt werden konnten, sind ab sofort ausschließlich für Elektrofahrzeuge reserviert. Die Kosten für Einrichtung der drei neuen Standorte in Kamen, Bergkamen und Bönen liegen bei insgesamt rund 40.000 Euro.
Die drei Ladesäulen der GSW sind zu finden in

Kamen: Bahnhofstraße 26-27 (gegenüber Stadthalle/Rathaus)
Bergkamen: Töddinghauser Str. 181 (gegenüber der Sparkasse)
Bönen: Am Bahnhof 2 (am Bahnhof)

Quelle: kamenweb.de, Christoph Volkmer