Wirtschaftsförderung stellt Anträge für Ausbau von Breitband und City-WLAN

Kamen. Was im Sesekepark schon Realität ist, soll künftig möglichst auf die komplette Kamener Innenstadt erweitert werden: Die Entwicklung des City-WLAN-Netzes war am Donnerstag Thema im Wirtschaftsausschuss des Rates der Stadt Kamen.

Einmal einloggen und in der ganzen City surfen: Der WLAN-Empfang in der City wurde in der Ausschusssitzung ebenso behandelt, wie der Breitbandausbau. Noch etwa vier Wochen warten müsse man auf Seiten der Wirtschaftsförderung der Stadt Kamen auf den Bescheid zur Landesförderung des Netzes in der City, das vom Markt im Süden bis zur Adenauerstraße im Norden reichen soll, erklärt Mitarbeiterin Stefanie Stracke. Das Netz komme aber so oder so, da die Mittel im Haushaltsplan mit oder ohne externe Zuschüsse festgeschrieben seien, so Stracke. Die Gestattungsverträge mit den Hauseigentümern, an deren Gebäuden die Antennen angebracht werden sollen, werden derzeit vorbereitet – die Stadt selbst besitzt für den Ausbau nicht genug Immobilien in der Innenstadt. Das nächste Projekt könnte der Weiterausbau bis zur Bahnhofstraße und von dort bis zum Rathaus sein. Der Sesekepark ist bekanntlich bereits WLAN-mäßig erschlossen. Auch für den Breitbandausbau sollen Förderanträge gestellt werden. Nächste Woche soll die Wahl des Betreibers entschieden werden, dann geht es so schnell wie möglich an die Töpfe. Nachdem bisher fünf Kamener Schulen aus dem letzten Förderprogramm herausgefallen waren, sollen diese jetzt nachträglich in ein weiteres Landesprogramm aufgenommen werden und diesmal profitieren. Ebenfalls beantragt werden soll die Aufnahme der Stadt in ein Bundesprogramm zum „Breitband-Relaunch“ in gewerblichen Bereichen, der eine Übertragungsrate von bis zu einem Gigabit gewährleisten soll. Hier sei aufgrund des Sicherungshaushaltes eine Förderung von bis zu 100 Prozent möglich. Die Förderrichtlinien seien bereits bekannt und ein Planungsbüro schon mit der Umsetzung befasst. Die Reaktionen im Ausschuss waren durchweg positiv. Auch wenn er mit dem „Windhundverfahren – wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, das Förderprogramme mit sich brächten, etwas hadere, so SPD-Fraktionschef Daniel Heidler, sei es „auf jeden Fall durchaus positiv, wenn wir zum Zuge kommen“ – schon weil man ohne entsprechende Übertragungsrate die Anträge erst gar nicht schnell genug abschicken könne, fügt er ironisch hinzu. Dem schloss sich CDU-Amtskollege Ralf Eisenhardt an, beide kündigten eine breite Zustimmung ihrer Fraktionen zu den Anträgen an.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün