20 Millionen: Schulausschuss staunt über Sanierungskosten für das Gymnasium

Kamen. Die Sanierung des Kamener Gymnasiums wird die Stadt erheblich mehr kosten, als bislang erwartet: 20 Millionen Euro.
Zwar bestünde in dem Gebäude keinerlei gesundheitliche Gefährdung, aber der Sanierungsbedarf ist hoch. Da die Waschbetonfassade als weitgehend erhaltenswert eingestuft wird, sollen umfangreiche Sanierungsarbeiten insbesondere an den Fenstern vorgenommen werden, die starke Korrosionsschäden sowie poröse und schadstoffhaltige Fugen aufweisen. Aber auch eine Erneuerung der technischen Ausstattung und der Zwischendecken, die dem Brandschutzstandard angepasst werden sollen, stehen an. Die Summe von 20 Millionen Euro, die von den Mitgliedern des Schul- und Sportausschusses mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen wurde, veranschlagt Bürgermeisterin Elke Kappen unter Vorbehalt: Die europaweite Ausschreibung für das umfangreiche Projekt werde im nächsten Jahr starten, im Jahr darauf sollten möglichst die Arbeiten beginnen, die 2022 beendet sein sollen. Die endgültigen Kosten könne man noch nicht überschauen, aber fest stehe, sagt Kappen, dass ein Neubau angesichts der Größe des Gebäudekomplexes deutlich teurer würde. Wie der Schulbetrieb während der Sanierungsarbeiten organisiert werden soll, werde man klären, sobald das Ergebnis der Ausschreibung vorliege. Die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses zeigten sich fraktionsübergreifend überrascht, äußerten aber auch Verständnis für die Notwendigkeit der Investition. Schon 2019 wird kein billiges Jahr für den „Haushaltsposten Gymnasium“: Insgesamt 736.000 Euro fallen dort im kommenden Jahr als Instandhaltungs- und Investitionskosten an.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün