Logistik-Riesen sollen an Zollpost-Ausfahrt zur A1 angeschlossen werden

Kamen. Der Bauantrag für den Logistikneubau auf dem ehemaligen Metro-Gelände hat die Stadt Kamen jetzt erreicht. Dies und weiteres wurde dem Planungs- und Straßenverkehrsausschuss des Rates der Stadt Kamen auf seiner letzten Sitzung mitgeteilt.

Die Ausmaße seien gewaltig, so Erster Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke, die Bauzeichnungen hätten ihn auf den ersten Blick an die Darstellung von ICE-Zügen erinnert: Die Länge des Neubaus soll 576 Meter betragen. Die beantragte Nutzung: Logistik- und Büroflächen. Die Zahl der hier neu geschaffenen Arbeitsplätze wird die der im nördlich benachbarten P3-Geländes, wo sich der Logistikriese Arvato eingemietet hat, noch um einige Hundert übersteigen. Daher wird seitens der Verwaltung überlegt, den Bereich mit der Straße Zollpost zu verbinden, die unmittelbar angrenzt und über eine direkte Verbindung zur A1 verfügt, die gegebenenfalls als Ausfahrt für das Gelände dienen solle. Auch der nächtliche Lkw-Anlieferverkehr könnte über diesen Weg abgewickelt werden, da die Straße nachts ohnehin nicht vom Einkaufspublikum am Zollpost genutzt werde. Überlegt werde ebenso, auch das Arvato-Gelände zur Entlastung der B233 und der umliegenden Straßen an diese Achse anzubinden. Der Antrag jedenfalls liege jetzt in Form eines dicken Wälzers beim Planungsamt vor, wo die Arbeiten am neuen Bebauungsplan damit losgehen könnten. Mitgeteilt wurde von der Verwaltung auch die Planung eines größeren Wohngebäudes seitens eines privaten Investors in der Borsigstraße. Entstehen sollen dort innerhalb zweier aneinandergrenzender Doppelhäuser 22 Wohneinheiten. Die Verwaltung setzte den Ausschuss darüber hinaus davon in Kenntnis, dass Kamen von der Stadt Lünen an der Erstellung ihres Flächennutzungsplans in Bezug auf die Schaffung einer forensischen Klinik am Planungsstandort Erlensundern beteiligt wurde, die in direkter Nachbarschaft zum Stadtteil Methler liegt. Die Methleraner können beruhigt sein: Die Maßregelvollzugsklinik wird an anderer Stelle errichtet, die Standortfindung ist abgeschlossen. Standort wird die Industriebrache Viktoria sein, wo planungsrechtlich keine Belange der Stadt Kamen betroffen sind. Insgesamt vier Bäume habe der Orkan vor wenigen Wochen auf dem Gewissen, nämlich in der Straße Am Schwimmbad. Dort war eine große Buche auf ein Wohnhaus gefallen, wobei eine Birke beschädigt wurde, die aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste. Aus gleichem Grund entfernt werden müssen jetzt zwei weitere Buchen, die in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Die Arbeiten stünden unmittelbar an, sodass die Mitteilung, statt wie üblich im Umweltausschuss, im zeitnäheren Planungsausschuss stattfand. Keine neuen Bäume gepflanzt werden sollen währenddessen in der Methleraner Germaniastraße, deren Parkplätze vor längerer Zeit teils noch mit Baumbestand versehen waren: Zu wenig Platz. Bekannt gegeben wurde außerdem, dass die Ausschreibung für die Kanalbauarbeiten an der Margarethenkirche abgeschlossen wurde und die Auftragsvergabe noch in dieser Woche erfolgen soll.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün