Hemsack-Planung ist auf einem guten Weg

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Kamen. Die Feststellung von Planungssicherheit im künftigen Mischgebiet Hemsack stand im Fokus der letzten Sitzung des Planungs- und Straßenverkehrsausschusses des Rates der Stadt Kamen.

Die Verwaltung gab Auskunft über den Stand der Umsetzung des entsprechenden Aufstellungsbeschlusses. Der Ausschuss hatte schon im Juni über die unscheinbare, aber für die Zukunft des Gewerbegebiets Hemsack unumgängliche bürokratische Maßnahme abgestimmt: Der Aufhebung des Bebauungspläne 51 und 51.1 Ka und der Änderung des Flächennutzungsplans für dessen Abschnitt 73 Ka. Das Plangebiet erstreckt sich über rund 40 Hektar von der Wilhelm-Bläser-Straße im Norden, dem Eilater Weg im Osten, dem Verlauf des Körnebachs im Westen und der Bahnstrecke Dortmund-Hamm im Süden. Der Bebauungsplan von 1980, der das Areal als eingeschränktes Industriegebiet ausweist und beim jetzigen Stand der Dinge obsolet ist, hätte in dieser Form ohnehin gar nicht erst erstellt werden dürfen, so Erster Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke. Weshalb der Plan vor fast 40 Jahren in dieser Form entstanden war, kann heute nur noch spekulativ nachvollzogen werden.

Städtebauliche Planung (Entwurf Stand 10/2019) – Quelle: Stadt Kamen

Jetzt soll er endgültig aufgehoben und damit der Weg für neue Wohneinheiten frei gemacht werden. Die notwendige zweite Änderung des Flächennutzungsplans, deren Verfahrenseinleitung schon vor drei Jahren beschlossen wurde, werde noch im letzten Quartal diesen Jahres in die nächste Phase gehen: Der im Baugesetzbuch vorgesehenen frühzeitigen Beteiligung, also der Einsicht für die Öffentlichkeit und der Gewährleistung von Einspruchsmöglichkeiten innerhalb von vier Wochen. Das gleiche gilt für die dritte Änderung, die sich explizit auf den westlichen Teil des Hemsacks bezieht, der mit 104 nicht betriebsbedingten Wohneinheiten folgrichtig künftig offiziell vom Industrie- zum gemäßigten Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Die Menge an Rohbauflächen, die in Heeren und Methler voraussichtlich auch künftig nicht vermarktbar sind, werden sozusagen mit der Neubaufläche im Kamener Westen „verrechnet“, um die vorgeschriebene Flächenbilanz von 6,3 Hektar zu erreichen. An den neuen Bebauungsplan angepasst werden soll auch die Überschwemmungsfläche südlich der Seseke, die im Zuge der Renaturierung sozusagen selbst „überflüssig“ geworden ist und somit anderweitig genutzt werden kann. Auch die Südkamener Spange ist in die Planung des Bebauungsplans 73 Ka beziehungsweise 51 Ka miteinbezogen – offenbar hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wenn sie kommt, soll eine Zufahrt zum Kreisel eine problemlose Zufahrt zum Gülde-Betriebsgelände gewährleisten. Erster Beigeordneter Liedtke versicherte im Planungsausschuss darüber hinaus, dass auch sonst keiner der umliegenden Betriebe mit Einschränkungen zu rechnen hätte, im Gegenteil: Die Planungen würden in enger Zusammenarbeit nicht nur mit den Betrieben, sondern auch mit Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammer verlaufen.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün