Verwaltung stellt neues Bürgerdialog-System im Hauptausschuss vor

Kamen. Im Rahmen der sechsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses machte die Verwaltung auf das neue Bürgerdialog-System auf ihrer Homepage aufmerksam.

Seit vorletzten Montag ist es in Betrieb, wie Stadtsprecher Peter Büttner berichtet – „und es läuft auch“, sagt er. „Wir alle wollen eine lebenswerte, soziale, sichere und saubere Stadt. Sie zu gestalten und weiter zu verbessern gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Diese sind es, die die Stadt am besten kennen. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wo der Schuh drückt, wo Verbesserungen notwendig sind oder wie man etwas anders machen kann“ – mit diesen Worten wird der User beim Einstieg in den Bürgerdialog begrüßt. Weiter heißt es: „Wir möchten die Vorschläge und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in den Entstehungs- und Beratungsprozesse eines Projektes einbinden, um die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Dinge berücksichtigen zu können. Verschiedene Formate sollen einen möglichst großen Querschnitt der Bevölkerung ansprechen und erreichen“.

Weiterklicken kann sich der Besucher über fünf Themen-Buttons, die auf das Anliegen des Kontaktsuchenden zugeschnitten sind: Der erste Link geht direkt an das Ideen- und Beschwerdemanagement. Unter Angabe seiner Personalien im Ladeformular kann dort jeder Anregungen einbringen, respektive seinen Unmut äußern. Äußerst zweckdienlich ist da etwa die Möglichkeit, Dateien direkt anzuhängen und an die Verwaltung weiterzuschicken. Wenn zum Beispiel eine Straßenecke vermüllt ist oder andere Missstände auffällig werden, könne man mit dem entsprechenden Mobiltelefon einfach fotografieren oder filmen und das „Beweismaterial“ sozusagen „eins zu eins“ weiterleiten, erklärt Büttner – und damit in direkten Kontakt sowohl zur Verwaltung als auch zu den Ratsvertretern treten.

Des weiteren wird auf die Sprechstunden der Bürgermeisterin ebenso hingewiesen, wie auf die Versammlungen zum Thema Bürgerhaushalt – die nächste ist am 20. Januar im Südkamener Buxtorfhaus. Weitere Informationen gibt es unter den folgenden Buttons zu den Themen „Austausch mit Ehrenamtlichen“ und „Weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“.
Das neue Portal solle nun Schritt für Schritt erweitert werden, so Büttner. Bürgermeisterin Elke Kappen zeigte sich hochzufrieden mit der neuen interaktiven Möglichkeit auf der städtischen Homepage: Zwar könne sie kein Ersatz für ein persönliches Gespräch sein, aber als ergänzende Maßnahme, um Anregungen und konstruktive Kritik aufzunehmen, sei sie auf jeden Fall geeignet. Damit sei ein weiteres Schritt zur direkten Bürgerbeteiligung erreicht, so Kappen.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün