Kreisdirektion gibt grünes Licht für Haushalt 2020

Kämmerer Ralf Tost (l.) und Bürgermeisterin Elke Kappen und Kämmereileiter Christian Völkel (r.) übergaben den städtischen Haushalt 2020 am Donnerstag an Kreisdirektor und Kämmerer Mike-Sebastian Janke (3.v.l.) und Ralf Oxe von der Kommunalaufsicht (2.v.l.). Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

Kamen. Die Übergabe des Konsolidierungshaushaltes an Kreisdirektion und Kommunalaufsicht ist seit Inkrafttreten des Haushaltssicherungskonzeptes 2012 ein jährliches Ritual für Bürgermeisterin Elke Kappen und Kämmerer Ralf Tost.

Und das wird es wohl auch die nächsten zwei Jahre bis zum voraussichtlichen Abschluss der Konsolidierung bleiben, wobei Kreisdirektor und -kämmerer Mike-Sebastian Janke immer wieder gerne ins Kamener Rathaus kommt. Denn die Haushaltssatzung der Stadt Kamen, so Janke, sei stets ein solides Rechenwerk, das er und Ralf Oxe von der Kommunalaufsicht des Kreises nach eigener Aussage auch diesmal mit Bewunderung begutachtet hätten. So gab der Kreis als Genehmigungsinstanz auch in diesem Jahr grünes Licht für den laufenden Haushalt. Es sei trotz der Unwägbarkeiten, die sich vorrangig aus der Versorgungspflicht der Stadt, aber auch aus schwankender Gewerbesteuer und notwendigen Investitionen ergeben, wieder gelungen, einen positiven Abschluss zu erzielen: 400.000 Euro im plus sei ein deutliches Zeichen, dass die Stadt auf dem besten Weg zu einem dauerhaft ausgeglichenen Haushalt befinde, so Janke. Die Satzung sei in allen Punkten nachvollziehbar und die Mittel aus diversen Förderprogrammen nicht nur sinnvoll, sondern auch nachhaltig eingesetzt worden, so Janke, wobei er als Beispiele die Neugestaltung des Heerener Nebenzentrums und die Nordring-Sanierung nennt. Bürgermeisterin Elke Kappen bedankte sich für die ebenso erfolgreiche wie vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kreiskämmerei. Kämmerer Tost habe einen Haushalt „ohne wilde Wünsche oder Luftschlösser“ aufgestellt, mit dem auch die Ratsfraktionen leben könnten. Denen sei dankenswerter Weise klar, dass, Kommunalwahljahr hin oder her, derzeit keine großen Sprünge gemacht werden können.

Der Umgang mit Sparsamkeit sei auch wichtig für die Vorbereitung auf sozusagen ein Leben nach dem Haushaltssicherungskonzept: Die Erhaltung der Attraktivität mit bescheidenen Mitteln, nicht zuletzt, um potentielles Fachpersonal nach Kamen zu locken und hier auch zu binden. Die Standards müssten gehalten werden, denn ist erst einmal eine Einrichtung in Zeiten knapper Kassen weg- oder kaputtgespart worden, sei es in besseren Zeiten sehr schwierig bis unmöglich, den Abbau rückgängig zu machen – dafür stünden zahlreiche Beispiele in anderen Kommunen, so Kappen. Die Sanierung des Gymnasiums etwa sei ein Beispiel dafür, wie auch mit Haushaltssicherung zukunftsorientiert gewirtschaftet werden könne. Die Stadt ist ihrem Konsolidierungsziel wieder ein Jahr näher gekommen.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün