Kombibad erhält bei aller Skepsis einstimmig grünes Licht vom Rat

Grünes Licht für das Kamener Kombibad gab es im Rat mit einer einstimmig beschlossenen Satzungsänderung. Foto: Archiv KamenWeb.de

Kamen. Ein einzelnes Wort weniger kann manchmal zu Einstimmigkeit führen. Grünes Licht gab es jetzt im Rat für das seit mehr als vier Jahren diskutierte Kombibad in Kamen-Mitte.

Nach jahrelangem Ringen um das Für und Wider sowie endlosen Diskussionen über entsprechende Gutachten hat der Rat der Stadt Kamen am Donnerstag einstimmig darüber abgestimmt, die Maßnahme in das integrierte Handlungskonzept Kamen Innenstadt V aufzunehmen und mit der entsprechenden Satzungsänderung die Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln zu schaffen.

Mit Blick auf den Erhalt der Kleinschwimmhalle in Heeren beharrte die Opposition darauf, zumindest den Wortlaut der Beschlussvorlage um drei Buchstaben zu reduzieren und damit einen gewissen Deutungsspielraum im Zuge des Förderantrags zu schaffen: Statt für die „Errichtung eines Kombibades am Standort des Freibades Kamen-Mitte als Ersatzangebot für die bestehenden Bäder“ wurde jetzt für die Formulierung „ein Ersatzangebot für bestehende Bäder“ abgestimmt. Damit sei die Verbindlichkeit, mit dem Projekt sämtliche bestehenden Bäder zu ersetzen und das Heerener Bad damit möglicherweise im Sinne einer Förderung sozusagen vorm Zug obsolet werden zu lassen, praktisch herausgenommen, argumentiert Helmut Stalz, stellvertretender FW/FDP-Fraktionsvorsitzender.

CDU-Fraktionschef Ralf Eisenhardt schloss sich der Idee an. Solange kein Schließungsbeschluss für das Heerener Kleinbad bestehe, sei dieser Weg offen – noch sei man von endgültigen Planungen schließlich weit entfernt, erklärte Bürgermeisterin Elke Kappen.
Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Heidler konnte sich mit der Umformulierung anfreunden. So wurde das „die“ im Antrag schlichtweg entfernt, mit dem Ergebnis einer – trotz wiederholt geäußerter Skepsis seitens der Ratsopposition in Bezug auf gewisse Punkte in der Planung – einstimmigen Abstimmung.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün