STADTOBERBRANDRAT BALKENHOFF STELLT BRANDSCHUTZBERICHT IM HAUPTAUSSCHUSS VOR

fwrange 620AG Die Ausschreibung für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Im Mersch ist jetzt angelaufen. Mit den bisherigen Angeboten ist man seitens der Feuerwehr zufrieden. Foto: Archiv KamenWeb.dekamenweb.de Bild: kamenweb.de archiv

Kamen. Mit einer Reihe von Neuigkeiten gab Stadtoberbrandrat Rainer Balkenhoff im Rahmen der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses seinen aktuellen Brandschutzbericht ab.

Beim Nachwuchs wird derzeit ausgerüstet: Fünf Brandmeisteranwärter, die seit April eingestellt sind, sollen im September ihre Abschlüsse erwerben. Im Rettungsdienst wird die Zahl der Auszubildenden drastisch angehoben, von normalerweise zwei bis drei auf zehn Notfallsanitäter-Azubis. „Mit Blick auf den Nachwuchs brauchen wir diese Zahlen“, stellt Balkenhoff fest. Spätestens bei der Neubesetzung der Feuerwehrspitze, bestehend aus Balkenhoff und Stellvertreter Andreas Schultze, sollen diese Maßnahmen Früchte tragen. Auch sonst ist die Nachwuchsarbeit gut aufgestellt: Die Zahl der aktiven Mitglieder ist gegenüber dem Vorjahr um zwölf auf 299 gestiegen, mit 42 hauptamtlichen Kräften verfügt man über drei mehr als im Jahr 2018. Die Zahl der Jugendfeuerwehr-Mitglieder ist mit 91 auf konstant hohem Niveau.

Weitere gute Nachricht: Die Ausschreibung für den Neubau der Rettungswache Mersch sei angelaufen, berichtet Balkenhoff. Die Angebote seien gut, man wolle an der Stelle „zügig weitermachen“, so Balkenhoff. Und: Für die Personalergänzung des Löschzugs Heeren-Werve sei ein neues Fahrzeug angeschafft worden, das für die Nutzung der Bahnunterführung Lenbachstraße extra flach gebaut ist und ab September in Betrieb gehen soll. 748 Gesamteinsätze sei die Kamener Feuerwehr im letzten Jahr gefahren – „eine stolze Zahl“, sagt Balkenhoff, die sich aufteilt in 202 Brände und Explosionen und 546 technische Hilfeleistungen. Die Zahl der „Kleinbrände“ sei massiv auf 163 gestiegen, einen Brandtoten gab es im Bereich der Lüner Höhe zu beklagen. Die Jahresbilanz des Rettungsdienstes beläuft sich auf 14.519 Rettungsdiensteinsätze, davon 11.152 Notfalleinsätze mit und ohne Notarzt und 2599 Krankentransporte. 92 Fehlalarme gingen im letzten Jahr ein. Immer näher kommen die Löschzüge indessen an die Optimierung der Schutzziele heran, obwohl Balkenhoff damit bei weitem nicht zufrieden ist: „Ich halte die Zahlen nicht für ausreichend“, sagt er. Wobei die Blauröcke zumindest teilweise bis zu 100 Prozent des Schutzziels 2, also der Gewährleistung von 16 Funktionen innerhalb von 13 Minuten, erreichten. Auf jeden Fall werde weiterhin mit viel Einsatz an der Verbesserung der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans gearbeitet, betont Balkenhoff.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün