BOGENSTRASSE: 14 NEUE BÄUME ALS ERSATZ FÜR DIE OPFER VON STURMTIEF „EUGEN

Kamen. In der Bogenstraße werden 14 neue Bäume gepflanzt. Dies teilte die Stadtverwaltung in der letzten Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses des Rates der Stadt Kamen mit.

Sturmtief „Eugen“ hatte am 4. Mai letzten Jahres in der Nordstadt mächtig zugeschlagen. Elf gesunde Bäume mussten damals notgefällt werden, die sich im Wurzelbereich bereits gelockert hatten. Aus Sicherheitsgründen hatte man sich damals entschieden, gleich alle Bäume zu fällen. Um den Bestand jetzt wieder „aufzuforsten“, sollen demnächst alle elf Bäume nachgepflanzt werden, hinzu kommen drei weitere Jungbäume.

Noch eine gute Nachricht für Baumliebhaber hatte Karsten Harrach vom Fachbereich Planung, Bauen und Umwelt der Stadt Kamen: Für die Besitzer von nachhaltig bewirtschaftetem Waldgrund habe das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Fördertopf über 500 Millionen Euro eingerichtet, von dem auch Kamen profitieren könne, wo es rund 70 Hektar nachhaltig bewirtschaftete Waldfläche gibt. Knapp 7000 Euro könnten auf diesem Weg zweckgebunden für nachhaltige Waldbewirtschaftung abgegriffen werden. Passend dazu präsentierte die Verwaltung dem Ausschuss das aktuelle Jahrbuch der Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna e.V. mit dem Titel „Lebensraum Wald“. Darin berichtet wird unter anderem über Themenkomplexe wie „Klimawandel und Wald“, über die „Naturwaldzellen Heerener Holz und Kohusholz“, Waldpädagogik oder dem „Kreis Unna auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept“. Enthalten sind unter anderem auch Beiträge zweier Kamener, dem SPD-Ratsherrn Heinrich Behrens und dem Naturexperten Wilfried Loos. Vorgestellt wurde auch eine jetzt erschienene Broschüre der Stadt Kamen über den berüchtigten Eichenprozessionsspinner, der, so Harrach, in diesem Jahr aufgrund der langen Frostperiode nicht ganz so verbreitet sei, aber in den kommenden Jahren wieder auf den Vormarsch rücken könnte. Die Broschüre informiert über gesundheitliche Gefahren durch die Raupen und zeigt Möglichkeiten auf, sich zu schützen. Auch die Verbraucherzentrale NRW machte auf eine Broschüre aufmerksam, die über die Auswirkungen von Plastikmüll informiert und wie man ihn vermeidet. Unter anderem werden Möglichkeiten aufgezeigt, auf Materialien wie Bagasse, Bambus oder Palmblattprodukte zurückzugreifen, um die eigene Produktion von Plastikmüll in Grenzen zu halten. Erhältlich sind die Broschüren unter anderem im Rathaus und bei der Verbraucherzentrale.

Quelle: kamenweb.de, Alex Grün