SPD Ortsverein Methler säubert Stolpersteine

Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938, die sich am 9.11. jährt, säuberte eine Abordnung des SPD Ortsvereines Methler die beiden Stolpersteine in der Robert-Koch-Straße in Methler.

Dort lebte und arbeitete einst die jüdische Familie Rosenbaum aus Westick. Kurt Rosenbaum übernahm hier zusammen mit seiner Mutter Melanie 1932 das Textilgeschäft seines Vaters. Nach der Pogromnacht wurde er in Schutzhaft genommen, kam 1940 ins Arbeitslager und wurde 1943 nach Ausschwitz deportiert und ermordet. Seine Mutter Melanie bekam 1941 die Erlaubnis, zu ihrer Tochter nach Palästina auszuwandern. Das Schiff durfte aber nicht dort anlegen und musste umkehren. Zurück in Deutschland wurde sie dann verhaftet und und wurde 1942 in ein Vernichtungslager deportiert. Nur Tochter Ilse gelang 1937 zusammen mit ihrem Kamener Ehemann die Auswanderung nach Palästina.

 

 

 

Mit dieser Aktion erinnert der Ortsverein an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die mit der Reichspogromnacht, in der im ganzen Land Synagogen brannten und jüdische Mitbürger misshandelt wurden, ihren Anfang nahm.

„Erinnern heißt auch Bewusstsein schaffen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nie wieder Überhand nehmen dürfte“, kommentiert Ortsvereinsvorsitzender Joachim Eckardt diese Aktion.

 

 

 

 

 

 

Quelle: OV Methler