Zeichen jüdischen Lebens in Kamen

Zu Erinnerung an die in der NS-Zeit vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger
Kamen finden sich in Kamen an 17 Stellen im Stadtbild Stolpersteine. Fast unauffällig gehen die mit
der Zeit schwarzgefärbten Quadrate im Pflaster der Gehwege und der Innenstadt unter. Die
Inschriften der kleinen Gedenktafeln sind so fast nicht zu lesen. Viele werden diese Stolpersteine
vielleicht noch nie bewusst wahrgenommen haben.

Für die nächste Zeit sind die meisten der Kamener Stolpersteine jetzt wieder deutlicher zu sehen. Die
SPD Ortsvereine Kamen-Mitte und Methler haben heute in Vorbereitung auf den morgigen
Gedenktag zur Reichsprogromnacht die Stolpersteine von Ihrem Schmutz befreit – nun fällt der
metallene Glanz der Stolpersteine wieder schneller ins Auge.

 

Vielleicht nutzt der ein oder andere Bürger diese kleinen „Neuentdeckungen“ in der sonst so
gewohnten Umwelt um einmal kurz Inne zuhalten, zu lesen, was die kleinen Steine an Informationen
für uns bereits halten. Die Steine liegen vor den ehemaligen Wohnhäusern der jüdischen
Bürgerinnen und Bürgern, sie verraten uns die Namen aber auch Ihre Schicksale – und vor allem an
diese möchten wir morgen Erinnern.

Die Stadt Kamen hat als Ergänzung zur Geschichte der jüdischen Bürgerinnen und Bürger ein Buch
herausgegeben, in dem sich noch einige weitere Information zu den Familien und der jüdischen
Geschichte in Kamen nachlesen lassen.

Quelle: OV Kamen-Mitte, Bastian Nickel
Auf den Fotos zusehen: Theo Wältermann, Manfred Wiedemann und Bastian Nickel