HAUPTAUSSCHUSS GIBT GRÜNES LICHT FÜR NEUBAUPROJEKTE IN SÜDKAMEN UND METHLER

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Kamen. Grünes Licht gab der Haupt- und Finanzausschuss des Rates der Stadt Kamen jetzt für zwei Neubauprojekte in Südkamen und Methler, für die jeweils einstimmig über eine erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans, beziehungsweise eine notwendige Bebauungsplanaufstellung entschieden wurde.

Die Änderung des Flächennutzungsplans wurde zugunsten eines 1,9 Hektar umfassenden Baugebietes an der Südkamener Straße beschlossen und soll der neuen Eigentümergesellschaft S-Projekt, einer Sparkassen-Immobilientochter, den Bau von 30 Wohneinheiten, darunter Einfamilien- und Doppelhaushälften ermöglichen. Die einstige Hofstelle war Bestandteil eines Flächenportfolios, das die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna im Rahmen des Grunderwerbs für das Interkommunale Gewerbegebiet Unna/Kamen erworben hatte. Nachdem die Gebäude des landwirtschaftlichen Betriebes abgerissen wurden und die Bodenaufbereitung für die Wohnbebauung durch die WFG erfolgt war, übernahm S-Projekt die Vermarktung des Geländes.

„Das Areal ist wunderbar gelegen und die Grundstücke sind sehr attraktiv für junge Familie, die wir natürlich dringend im Kreis Unna halten möchten und die wir für die erfolgreiche wirtschaftliche Weiterentwicklung in der Region auch dringend brauchen“, ergänzt WFG-Geschäftsführer Sascha Dorday.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans für das 1.700 Quadratmeter großes Grundstück an der Methleraner Max-Planck-Straße/Ecke Einsteinstraße. Durch die Neuaufstellung des bisher geltenden Bebauungsplans von 1977 wird der Weg freigemacht für das geplante Neubaugebiet, welches die Investorfirma Kaiserau Verwaltungs GmbH an dieser Stelle errichten will. Allerdings ist das Projekt umstritten, weil die Anwohner angesichts der kürzlich von der Stadt vorgestellten Planung gleichermaßen Sorge um ihre Aussicht wie auch um den Lichteinfall auf ihre Anwesen und damit um ihre Wohnqualität haben. Grund waren Abweichungen bei der Höhe der neuen Wohnhäuser, die nach den jüngst vorgestellten Entwürfen mit zwei Vollgeschossen, statt mit anderthalb Geschossen geplant ist – in der Sitzung des Planungsausschusses ging man von einem Kommunikationsfehler aus und beruhigte die Anwohner, die im Planungsausschuss ihre Sorge zum Ausdruck brachten, dass es in ihren Wohnungen demnächst finster werden könnte, weil die neue Wohnbebauung ihnen in der Sonne stehe. Erster Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke erklärte den Anliegern, dass die Planung für das Baugebiet noch völlig offen ist. Das Planungsverfahren werde die Anwohner auf jeden Fall erreichen, bevor überhaupt irgendetwas im Rat entschieden werde, versicherte Liedtke. Bis die endgültigen Pläne stünden, werde es ohnehin noch eine ganze Weile dauern. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, den der Haupt- und Finanzausschuss jetzt einstimmig fasste, ist aber immerhin der erste Schritt für die neue Siedlung getan.

Quelle: kamenweb.de: Foto, Alex Grün, Text